Wohnen ist für 72 Prozent der Basken das Top-Problem

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Baskenland

Wohnen ist für 72 Prozent der Basken das Top-Problem

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Wohnungsnot verdrängt andere Sorgen

Die Wohnungssuche und das Bezahlen von Miete oder Eigentum sind für die Menschen im Baskenland inzwischen die dominierende Sorge. Wie aus dem jüngsten „Sociómetro Vasco“ hervorgeht, den das Kabinett für soziologische Forschung der baskischen Regierung (Lehendakaritza) regelmäßig erhebt, bewerten 72 Prozent der Befragten das Thema Wohnen als das größte gesellschaftliche Problem. Gegenüber der letzten Erhebung im Mai ist das ein Sprung von zwölf Prozentpunkten – damals nannten 60 Prozent diesen Bereich.

Mit deutlichem Abstand folgen auf der Rangliste der gesellschaftlichen Sorgen: Probleme rund um den Arbeitsmarkt (40 Prozent), das Gesundheitswesen (22 Prozent) sowie wirtschaftliche Schwierigkeiten (17 Prozent). Auch Kriminalität und das subjektive Sicherheitsempfinden (16 Prozent) sowie Einwanderung und damit verbundene Fragen (13 Prozent) spielen für viele Befragte eine wichtige Rolle. Im Vergleich zur Mai-Umfrage stieg jedoch einzig die Sorge um den Wohnungsmarkt und – in geringerem Maße – die Furcht vor wirtschaftlichen Problemen (von 13 auf 17 Prozent) an. Alle anderen Themen verloren leicht an Bedeutung.

Eine Sorge, die alle Altersgruppen betrifft

Besonders bemerkenswert an den Ergebnissen ist die Breite des Problems. Laut den Analysten ist die Wohnungsfrage inzwischen eine „transversale“ Sorge, die sich quer durch die gesamte baskische Gesellschaft zieht – unabhängig von Alter, Wohnort oder politischer Ausrichtung.

Anders sieht es bei den persönlichen Sorgen der Menschen aus. Hier geben 27 Prozent wirtschaftliche Probleme als größte Belastung im Alltag an, dicht gefolgt vom Thema Wohnen (26 Prozent). Arbeitsmarkt (21 Prozent) und Gesundheit (21 Prozent) spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Auch bei den persönlichen Nöten verzeichnen nur die Bereiche Wohnen und Wirtschaft einen Zuwachs.

Bei genauerer Betrachtung zeigen sich laut Studie aber deutliche Unterschiede zwischen den Generationen: Während bei den unter 45-Jährigen vor allem Wohnen und Beruf im Vordergrund stehen, gewinnen bei älteren Menschen Themen wie Gesundheit, Rente oder Pflegebedürftigkeit zunehmend an Gewicht. Die Umfrage zeigt damit, wie unterschiedlich die aktuellen Krisen die verschiedenen Teile der baskischen Gesellschaft treffen.

Methodik der Umfrage

Für die Erhebung führte das Meinungsforschungsinstitut zwischen dem 20. und 23. Oktober insgesamt 3.485 telefonische Interviews durch. Die Stichprobe verteilte sich mit 800 Befragungen auf Álava, 1.485 auf Bizkaia und 1.200 auf Gipuzkoa. Die Ergebnisse der Studie, auf die sich auch Europa Press beruft, gelten als repräsentativ für das Baskenland.


Quelle: europapress.es

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