West-Nil-Virus erstmals bei Pferden auf Gran Canaria bestätigt

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Las Palmas

West-Nil-Virus erstmals bei Pferden auf Gran Canaria bestätigt

von Redaktion1 Min. Lesezeit

Erstbestätigung auf den Kanaren

Auf den Kanarischen Inseln ist das West-Nil-Virus erstmals offiziell nachgewiesen worden. Wie die Regionalregierung mitteilte, bestätigte das Zentrallabor für Tiergesundheit in Algete (Madrid) den Befund bei drei Pferden, die in einem Reitzentrum im Süden Gran Canarias gehalten werden.

Die Tiere zeigten neurologische Auffälligkeiten, woraufhin der behandelnde Tierarzt die zuständigen Veterinärbehörden der Autonomen Gemeinschaft informierte. Dieser meldepflichtige Verdacht führte zu den nun bestätigten Laborergebnissen.

Weitere Untersuchungen laufen

Nach Angaben des Ministeriums für Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung werden aktuell weitere mögliche Erkrankungsfälle in demselben Betrieb untersucht. Die Behörden haben die Überwachung in der Region verstärkt.

Verbreitung auf dem Festland

In der aktuellen Übertragungssaison wurde das Virus in Spanien bereits bei Vögeln und Pferden in Andalusien, Katalonien und der Extremadura festgestellt. Der Erreger ist in Teilen Spaniens endemisch.

Übertragung und Risiko für Menschen

Das West-Nil-Virus wird durch Stechmücken der Gattung Culex übertragen, die es nach einer Blutmahlzeit an infizierten Vögeln weitergeben können. Pferde und Menschen gelten als sogenannte Fehlwirte: Sie erkranken zwar gelegentlich, scheiden das Virus aber nicht in ausreichender Menge aus, um weitere Mücken zu infizieren. Eine direkte Ansteckung von Tier zu Mensch oder zwischen Menschen ist nicht möglich.

Bei Pferden und Menschen verläuft die Infektion in den meisten Fällen ohne Symptome. In seltenen Fällen kann es jedoch zu einer Entzündung des Gehirns oder der Hirnhäute kommen, die schwerwiegende neurologische Schäden hinterlässt.

Die Gesundheitsbehörden raten, insbesondere in den Abend- und Morgenstunden Mückenschutzmittel zu verwenden und stehende Gewässer in der Nähe von Wohnhäusern zu vermeiden, da diese Brutstätten für die Überträger darstellen.


Quelle: europapress.es

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