
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
99 Prozent der Badegewässer Teneriffas tauglich
Kontrollen im Neunmonatszeitraum
Die Dirección General de Salud Pública des Kanarischen Gesundheitsdienstes (SCS) hat die Ergebnisse ihres Überwachungsprogramms für Badegewässer auf Teneriffa vorgelegt. Zwischen Januar und Ende September wurden demnach an 62 Messpunkten in 50 ausgewiesenen Badezonen insgesamt 891 Proben entnommen. Wie die Behörde mitteilt, wurden dabei 1.782 mikrobiologische Bestimmungen durchgeführt. In 99 Prozent der Fälle fielen die Tests auf intestinale Enterokokken und Escherichia coli negativ aus, womit die Küstenabschnitte ihre Einstufung als badetauglich behalten konnten.
Einstufung der meisten Zonen als exzellent
Die Auswertung der Analytik für das Jahr 2025 zeigt laut Programm eine durchweg positive Bilanz: 92 Prozent der Badegewässer erreichten die Kategorie „exzellent“, der Rest wurde mit „gut“ bewertet. Konkret behielten 57 der 62 Messpunkte die Bestnote „exzellent“, vier wurden als „gut“ und einer als „ausreichend“ klassifiziert.
Die Kontrollen dienen dem Schutz der Badenden vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch verunreinigtes Wasser. Grundlage ist das Königliche Dekret 1341/2007, das die Qualitätsbewirtschaftung von Badegewässern regelt. Die Ergebnisse der Analysen werden auf der nationalen Plattform NAYADE veröffentlicht.
Ausblick auf das Programm 2026
Für das kommende Jahr umfasst das Überwachungsprogramm erneut 50 Badezonen in 17 Gemeinden mit 62 Probenahmestellen. Die Überwachung kombiniert visuelle Inspektionen mit mikrobiologischen Kontrollen auf Enterokokken und Escherichia coli. Die Häufigkeit der Probenahmen richtet sich nach der Saison und der historischen Wasserqualität der letzten vier Jahre.
Bei Zonen mit ganzjähriger Badesaison sind drei Intensitätsstufen vorgesehen: intensiv (21 Kontrollen pro Standort), normal (15) und reduziert (13). Für reine Sommerbadezonen sind neun Kontrollen zwischen Mai und September geplant. Zusätzliche Proben können bei Vorfällen oder abweichenden Ergebnissen kurzfristig angeordnet werden.
Elf kurzzeitige Schließungen empfohlen
In diesem Jahr hat die Gesundheitsdirektion den Gemeinden in insgesamt elf Fällen geraten, Badezonen wegen kurzzeitiger Verschmutzung zu sperren. Dies betrifft rund ein Prozent aller Messpunkte. Besonders betroffen war die Playa Jardín mit drei Vorkommnissen; jeweils einmal waren El Camisón, Los Cristianos, El Médano, El Médano-Leocadio Machado, El Socorro, La Pinta, Castillo-Bajamar sowie die Naturpools von Bajamar betroffen.
Ein Vergleich der Zahlen zwischen dem 1. Januar und dem 24. September mit den Vorjahreszeiträumen zeigt keine Zunahme der Zwischenfälle. Zwischen 2020 und 2025 wurden durchschnittlich neun Sperrungen pro Jahr wegen ungünstiger mikrobiologischer Ergebnisse verzeichnet: 2020 gab es dreizehn Schließungen, 2021 zwölf, 2022 sechs, 2023 fünf, 2024 zwölf und 2025 acht. Dies berichtet das Europapress-Portal unter Berufung auf die Gesundheitsbehörde.
Quelle: europapress.es