
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
València ehrt Fluthelfer mit Skulptur
Ein Symbol der Solidarität
Auf der Plaza de la Iglesia de Nuestra Señora de Gracia im Stadtteil La Torre steht seit Freitag ein neues Denkmal. Die Bronzefigur „La voluntaria“ würdigt den beispiellosen Einsatz von Freiwilligen, die nach den verheerenden Überschwemmungen im Oktober 2024 in die Region geströmt waren. Bei der Flutkatastrophe kamen damals 234 Menschen in der Provinz Valencia ums Leben.
Die Initiative für das Monument ging nicht von der Stadtverwaltung aus, sondern von den Bürgern selbst. Im Rahmen des Beteiligungshaushalts „VLC Participa“ für die Jahre 2025/2026 setzte sich der Vorschlag mit 189 Stimmen im Stadtbezirk Pobles del Sud durch. Die Kosten für das Kunstwerk belaufen sich auf 50.600 Euro inklusive Mehrwertsteuer.
Vom Mural zur Bronzeskulptur
Entworfen wurde die Skulptur von Paco Roca, einem der international bekanntesten spanischen Illustratoren. Sie basiert auf einem Wandbild, das zuvor an der Fassade des Kulturzentrums La Rambleta angebracht worden war. Die lebensgroße Figur zeigt eine junge Frau in durchweichter Kleidung, die eine Schaufel und einen Eimer in den Händen hält – ein Sinnbild für die unzähligen Anonymen, die in den ersten Tagen nach der Katastrophe halfen.
Roca selbst beschreibt das Werk als Ausdruck des „optimistischen Blicks nach vorn“ und des Willens, zur Normalität zurückzukehren. Die künstlerische Umsetzung übernahmen die Bildhauer Ángel de Fabero und José Ramón Puchades vom Studio 5PUNTO1.
Aufwendiger Entstehungsprozess
Die Herstellung des Denkmals war ein mehrstufiger Prozess. Nach dem Modellieren in Originalgröße Ende Juni folgte die Abnahme durch den Künstler und die Stadtverwaltung. Im Juli wurden die Formen nach Alcantarilla in Murcia zur Kunstgießerei gebracht, wo die Bronzefigur im Wachsausschmelzverfahren gegossen wurde. Die abschließenden Patinaarbeiten erfolgten unter Aufsicht des Künstlerteams.
Für die Errichtung des Monuments auf dem Platz musste zunächst ein Fundament gegossen werden. Die Bauarbeiten vergab die Stadtverwaltung für rund 7.080 Euro an eine örtliche Firma. Bereits im Vorfeld hatte das städtische Denkmalamt den Standort technisch geprüft und für geeignet befunden.
Wie die Stadtverwaltung mitteilte, soll die Skulptur dauerhaft an jene „Welle der Unterstützung“ erinnern, die für den Wiederaufbau der betroffenen Gebiete von entscheidender Bedeutung war. Das Denkmal steht nun direkt gegenüber der Kirche von La Torre und ist für die Bevölkerung frei zugänglich. Die Enthüllung fand genau 15 Monate nach den schweren Unwettern statt.
Quelle: europapress.es