Razzia in Valencia: 400 Kilo Pyrotechnik illegal gelagert

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Faura

Razzia in Valencia: 400 Kilo Pyrotechnik illegal gelagert

von Redaktion1 Min. Lesezeit

Illegales Lager in Wohngebiet enttarnt

In der valencianischen Gemeinde Faura haben Einsatzkräfte der Guardia Civil einen erheblichen Fund an unzulässig gelagerten Sprengstoffen gemacht. Wie die Behörde mitteilte, führte eine mehrtägige Observation zur Entdeckung eines Lagers im Erdgeschoss eines Wohnhauses im städtischen Kerngebiet.

Gefährliche Substanzen ohne Sicherheitsvorkehrungen

Bei der Durchsuchung der Räumlichkeiten stießen die Ermittler auf nahezu 400 Kilogramm pyrotechnisches Material. Neben fertigen Feuerwerkskörpern befanden sich darunter auch lose Bestandteile wie Schwarzpulver und Perchlorat – beides hochexplosive Stoffe, die strengen Regulierungen unterliegen. Der ertappte Beschuldigte verfügte weder über die erforderliche Lagererlaubnis noch über die gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitsmaßnahmen zur Aufbewahrung solcher Gefahrstoffe.

Ermittlungen wegen Gefährdung der Allgemeinheit

Der festgenommene Mann, der beruflich in der Pyrotechnik-Branche tätig ist, muss sich nun wegen des unerlaubten Besitzes von Explosivstoffen sowie eines Verstoßes gegen die öffentliche Sicherheit verantworten. Die Ermittler gehen davon aus, dass ein Teil der gehorteten Ware aus offiziellen Aufträgen für Schaufeuerwerke stammt, die von externen Firmen vergeben wurden. Die Staatsanwaltschaft prüft derzeit, ob der Mann diese Mengen systematisch für eigene Zwecke abgezweigt hat.

Bereits in der Vergangenheit war der Mann polizeilich in Erscheinung getreten: So existieren Vorstrafen wegen eines ähnlich gelagerten Delikts in der Provinz Castellón. Das zuständige Gericht in Sagunto hat die Ermittlungen übernommen.

Die Guardia Civil wies in diesem Zusammenhang erneut auf die erhebliche Gefahr hin, die von unsachgemäß gelagerten explosionsfähigen Substanzen ausgeht – insbesondere dann, wenn sie sich in dicht besiedelten Wohnvierteln befinden. Ein unkontrollierter Brand oder eine mechanische Einwirkung hätte fatale Folgen haben können.


Quelle: europapress.es

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