Renfe stockt Avant-Angebot in Lleida deutlich auf

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Lleida

Renfe stockt Avant-Angebot in Lleida deutlich auf

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Mehr Sitzplätze, weniger Frust: Renfe reagiert auf den Nachfragedruck

Wer täglich zwischen Lleida und Barcelona pendelt, kennt das Problem: volle Züge, überlastete Stoßzeiten und das Gefühl, dass der Nahverkehr der Realität hinterherhinkt. Doch genau hier setzt der staatliche Bahnbetreiber Renfe nun an – und zwar mit einem deutlichen Kapazitätsschub. Wie das Unternehmen am Samstag mitteilte, wird die Zahl der Plätze in den Avant-Verbindungen ab Lleida um stattliche 19,6 Prozent angehoben.

Das klingt nach Bürokratie, ist aber ein handfestes Versprechen. Konkret bedeutet das: Täglich stehen künftig 528 zusätzliche Sitzplätze zur Verfügung. Die Gesamtkapazität der acht bestehenden Verbindungen steigt damit von 2.856 auf 3.384 Plätze pro Tag. Möglich macht das der Einsatz von Einheiten der Baureihe 121, die ab der ersten Januarwoche schrittweise in den regulären Betrieb gehen sollen.

Technik als Problemlöser: Die Serie 121 ersetzt Provisorien

Besonders interessant ist die Begründung, die Renfe für den Schritt liefert. Man wolle die stark nachgefragten Umläufe gezielt verstärken, heißt es. Dahinter steckt mehr als nur eine Serviceoffensive: Zuvor hatte man temporär auf Züge der Serie 120 in Doppeltraktion zurückgreifen müssen – eine Notlösung, die die Kapazität offenbar nicht dauerhaft sichern konnte.

Die neue Serie 121 korrigiert nun nicht nur dieses Provisorium, sie übertrifft sogar das ursprüngliche Niveau. Zum Vergleich: Mit den bisher eingesetzten Einheiten der Serie 106 lag das Platzangebot bei 3.276 Sitzen täglich. Schon das war ein beachtlicher Wert – doch die neuen Züge setzen noch einen drauf: 3.384 Plätze, ein Plus von 108 Sitzgelegenheiten und ein Nettozuwachs von 3,3 Prozent. Wer jetzt noch argumentiert, der Nahverkehr in Katalonien werde vernachlässigt, dem sei diese Zahl entgegengehalten.

Pünktlich zum Feierabend: Konkrete Verbesserungen im Berufsverkehr

Ein Blick auf die Details zeigt, wo die Verbesserungen besonders spürbar werden. Paradebeispiel ist der Frühzug ab Lleida Pirineus um 7.05 Uhr. Er hält um 7.33 Uhr in Camp de Tarragona und erreicht Barcelona Sants um 8.11 Uhr – pünktlich zum Arbeitsbeginn der meisten Pendler. Genau solche Verbindungen profitieren von der Aufstockung.

Doch der Fahrplanwechsel ist keine spontane Aktion. Schon ab dem 9. November startet die Ausbildung des Zugpersonals, um einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten. Eine erste Einheit der Serie 121 wird dann in einem der bestehenden Umläufe mitlaufen. Die Umstellung ist also durchdacht, nicht überstürzt.

Kritiker mögen einwenden, dass 528 zusätzliche Plätze nur ein Tropfen auf den heißen Stein seien. Doch der Schritt zeigt: Renfe hat die Probleme der Pendler erkannt und handelt. Der Ausbau ist ein klares Signal an alle, die täglich auf eine verlässliche und komfortable Bahnverbindung angewiesen sind. Es bleibt zu hoffen, dass dieser Kurs kein Einzelfall bleibt, sondern Schule macht – auch über Lleida hinaus.

Renfe informierte in einer offiziellen Pressemitteilung über die Kapazitätserweiterung und den Einsatz der neuen Zugserie.


Quelle: europapress.es

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