Prozess um Missbrauch: Mutter belastet Ex-Partner

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Palma de Mallorca

Prozess um Missbrauch: Mutter belastet Ex-Partner

von Redaktion1 Min. Lesezeit

Belastende Aussagen vor Gericht

Im Prozess gegen einen Mann, der seine Stieftochter über einen Zeitraum von etwa zwei Jahren missbraucht haben soll, hat die Mutter des Mädchens am Donnerstag vor der ersten Strafkammer der Provinzgerichts ausgesagt. Ihre Schilderungen zeichnen das Bild eines von Alkohol und Übergriffen geprägten Familienalltags.

Übergriffe im Badezimmer

Die Frau berichtete, dass der Angeklagte nicht nur körperliche Übergriffe begangen habe. Er habe demnach regelmäßig die Badezimmertür geöffnet, wenn ihre Tochter unter der Dusche stand. Zudem habe er sich vor dem damals zwölf- bis dreizehnjährigen Mädchen entblößt und anzügliche Bemerkungen über seine Genitalien gemacht.

Die Mutter erklärte weiter, der Mann sei „praktisch ständig betrunken“ gewesen. Erst als ihre Tochter die Vorfälle schließlich offenbarte, hätte sie begonnen, bestimmte Verhaltensweisen des Angeklagten anders einzuordnen – etwa das Bestehen auf Küsse auf den Mund, die sie zuvor nicht als übergriffig bewertet hatte.

Staatsanwaltschaft fordert zehn Jahre Haft

Die Anklagebehörde wirft dem Mann vor, die Abwesenheit der Mutter genutzt zu haben, um sich vor dem Kind zu entblößen, es beim Verlassen des Badezimmers oder beim Umkleiden zu beobachten und mit sexuellen Kommentaren zu bedrängen. Darüber hinaus soll er das Mädchen mehrfach unsittlich berührt und ihm gedroht haben, Stillschweigen zu bewahren, was bei dem Kind große Angst auslöste.

Die Staatsanwaltschaft fordert eine Haftstrafe von zehn Jahren. Zudem soll der Mann, gegen den bereits ein Kontakt- und Näherungsverbot besteht, weitere zehn Jahre lang keinen Kontakt zu dem Opfer aufnehmen dürfen. Ein Urteil wurde am Donnerstag noch nicht gesprochen. Der Fall wird von der ersten Strafkammer der Audiencia Provincial verhandelt. Wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, gilt die Beweisaufnahme als weitgehend abgeschlossen.


Quelle: europapress.es

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