
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Málaga hebt Badeverbot an vier Stränden auf
Die Stadt Málaga hat die Badeverbote an vier Stränden im Westen des Stadtgebiets aufgehoben. Guadalmar, Sacaba, La Misericordia und San Andrés sind seit Mittwoch wieder für den Badebetrieb freigegeben. Wie das Rathaus mitteilte, bestätigten die jüngsten Proben der städtischen Wasserwerke Emasa, dass die Wasserqualität wieder den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Die Freigabe erfolgte in Abstimmung mit der Gesundheitsbehörde der Region Andalusien.
Die vier Strände waren seit dem 17. August mit roten Flaggen markiert, nachdem bei Routineuntersuchungen erhöhte Konzentrationen des Bakteriums Escherichia coli (E. coli) festgestellt worden waren. Auslöser waren starke Regenfälle in der Nacht zum 15. August, die zu Überläufen in der Kanalisation führten. Dabei gelangten Abwässer in das Meer, insbesondere im Bereich der Guadalhorce-Mündung. Zwei weitere Strände – El Palo und Campo de Golf-San Julián – waren ebenfalls vorsorglich gesperrt, wurden aber bereits am Dienstag wieder freigegeben.
Warum kommt es zu solchen Vorfällen?
Die Stadtverwaltung erklärt, dass in vielen Küstenorten das Abwassersystem aus sogenannten Mischkanälen besteht, die sowohl Schmutzwasser als auch Regenwasser aufnehmen. Bei heftigen Niederschlägen, wie sie in Málaga mit 14 Litern pro Quadratmeter in einer Stunde fielen, kann das System den Wassermassen nicht standhalten. Um ein Kollabieren der Leitungen und Überschwemmungen in der Stadt zu verhindern, werden dann kontrolliert Überläufe geöffnet, die das verdünnte Abwasser ins Meer leiten.
Diese Praxis ist in Küstenstädten weit verbreitet, stellt jedoch ein Risiko für die Wasserqualität dar. Die Stadt Málaga arbeitet deshalb daran, die Kanalisation umzubauen. Bereits in den küstennahen Bereichen wurden Regen- und Abwasserkanäle getrennt. Im Investitionsplan der Wasserwerke Emasa für 2024 bis 2029 sind weitere Maßnahmen vorgesehen, um den Anteil getrennter Leitungen auf 70 Prozent der gesamten Stadt zu erhöhen.
Geplante Infrastrukturprojekte
Konkret sollen in mehreren Stadtteilen die Netze getrennt und die Entwässerung verbessert werden, unter anderem in Salvador Allende, San Javier in Churriana, Abogado Federico Orellana in der Carretera de Cádiz sowie in Palma-Palmilla, La Malagueta und Pedregalejo Alto. Zudem wird der historische Sammler in der Carretería, der das Abwasser der Altstadt ableitet, saniert. In den kommenden Monaten soll der Bau eines Regenüberlaufbeckens ausgeschrieben werden, das die Spitzenabflüsse speichern und filtern kann. Auch am Regenwasserkanal von Dos Hermanas sind zwei neue Ausbaustufen geplant, die die Kapazität erhöhen und weitere Überläufe vermeiden sollen.
Mit diesen Investitionen will die Stadt die Risiken für die Badewasserqualität deutlich reduzieren und die Sicherheit der Badegäste langfristig erhöhen.
Quelle: axarquiaplus.es