Messerdrama auf der Feria de Málaga

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Málaga

Messerdrama auf der Feria de Málaga

von Clara Weber

Tatverdächtiger nach Attacke im Festzeltbereich gefasst

Die spanische Nationalpolizei hat einen 29 Jahre alten Mann verhaftet, der im Verdacht steht, in der Nacht zum Montag auf dem Gelände der Feria de Málaga einen 23-Jährigen mit einer Machete niedergestochen zu haben. Das Opfer schwebt nach Angaben der Behörden in Lebensgefahr und wurde umgehend in ein Krankenhaus der andalusischen Stadt gebracht. Die Ärzte kämpfen um das Leben des jungen Mannes, der eine schwere Stichverletzung im Bereich des linken Brustkorbs erlitt.

Festnahme in Wohnwagen

Wie die Ermittlungsbehörden mitteilten, konnten Beamte der Mordkommission den mutmaßlichen Täter noch im Laufe des Vormittags ausfindig machen. Er hielt sich in einem Wohnwagen in unmittelbarer Nähe des Festgeländes auf und wurde dort widerstandslos festgenommen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm ein versuchtes Tötungsdelikt vor.

Streit um eine Frau

Den bisherigen Erkenntnissen zufolge geht die Polizei von einem Beziehungsdrama als Hintergrund aus. Der Festgenommene betreibt eigenen Angaben zufolge einen Cocktailstand auf dem Rummelplatz. Das spätere Opfer, das nicht auf der Feria arbeitet, soll versucht haben, die Freundin des Beschuldigten zu umwerben. Aus dieser Annäherung entwickelte sich offenbar ein heftiger Streit zwischen den beiden Männern, in dessen Verlauf der 29-Jährige zu der Machete griff und auf seinen Kontrahenten einstach.

Die Ermittler sind derzeit mit weiteren Befragungen und der Auswertung von Spuren beschäftigt, um den genauen Ablauf der Tat zu rekonstruieren. Die Feria de Málaga, eines der größten Volksfeste Spaniens, war in den vergangenen Tagen Schauplatz mehrerer Zwischenfälle, die jedoch bislang nicht diese Dimension erreichten.


Quelle: axarquiaplus.es