
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Massive Überbelegung in Manacor entdeckt
Dichtes Gedränge in einem Wohnhaus
In einer Wohnung auf Mallorca haben Ermittler katastrophale Wohnverhältnisse aufgedeckt. Wie die Regionalverwaltung der Balearen mitteilte, wurden bei einer gemeinsamen Kontrolle der Nationalpolizei und der Wohnungsinspektion der Regierung in Manacor bis zu 30 Bewohner in einem einzigen Gebäude registriert. Die Inspektion fand bereits in der Vorwoche statt.
Hygienische Missstände und fehlende Grundausstattung
Die Beamten lokalisierten bei ihrem Einsatz insgesamt 24 Betten, von denen einige sogar in den Fluren aufgestellt waren. Zwei Zimmer waren zudem mit Vorhängeschlössern gesichert. Wie die Behörden weiter berichten, fehlte der Wohnung ein grundlegendes Element: eine funktionierende Toilette. Die vorgefundenen Zustände wurden von den Prüfern als extrem mangelhaft in Bezug auf Hygiene und Bewohnbarkeit eingestuft.
Mietpreise für Schlafplätze
Bei der Befragung der angetroffenen neun Personen gaben diese an, dass die tatsächliche Zahl der Bewohner bis zu 30 betragen könnte. Allen Anwesenden wurde offenbar ein Entgelt für die Nutzung der Schlafgelegenheiten abverlangt. Die Zahlungen, so die Aussagen gegenüber den Beamten, beliefen sich auf unterschiedliche Beträge zwischen 100 und 200 Euro pro Monat. Eine offizielle Bestätigung dieser Angaben steht nach Behördenangaben noch aus.
Juristische Konsequenzen eingeleitet
Die zuständigen Stellen haben nun Ermittlungen aufgenommen, um ein Ordnungswidrigkeitenverfahren einzuleiten. Die Überbelegung von Wohnraum wird von der Regionalverwaltung als besonders schwerwiegender Verstoß eingestuft. Im Falle einer Bestätigung droht eine Geldbuße, die laut Gesetz zwischen 30.001 und 90.000 Euro liegen kann.
Die Direktion für Wohnungsbau und Architektur der Balearen-Regierung verweist in diesem Zusammenhang auf ihr Portal zur Abgabe von Hinweisen. Bürger haben dort die Möglichkeit, mögliche Unregelmäßigkeiten im Wohnungsbereich zu melden, wie es in der offiziellen Stellungnahme heißt. Die Ermittlungen zu den genauen Hintergründen des Falls dauern an, schreibt die Nachrichtenagentur Europa Press.
Quelle: europapress.es