Madrid rüstet gegen Randale auf

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

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Madrid rüstet gegen Randale auf

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Die spanische Hauptstadt will nicht noch einmal erleben, was Barcelona und Bilbao durchgemacht haben. Auf explizite Aufrufe zu schweren Krawallen in sozialen Netzwerken reagiert Madrid nun mit einer beispiellosen Sicherheitsoffensive. 1.700 Beamte der örtlichen Polizei werden an den Feiertagen im Einsatz sein, das kündigte die Vizebürgermeisterin Inma Sanz an. Unterstützt wird die Stadtpolizei dabei von der Nationalpolizei, um koordiniert gegen mögliche Vandalen und sogenannte urbane Guerilla-Taktiken vorgehen zu können.

Ein Signal an alle, die Ärger suchen

Die Botschaft aus dem Rathaus ist unmissverständlich: „Wer nach Madrid kommt, um die Straßen zu verwüsten, wird auf eine entschlossene Polizei treffen", so Inma Sanz. Die Stadtregierung um Bürgermeister José Luis Martínez-Almeida hat kein Verständnis für die jüngste Kritik an der Polizeiführung und stellt sich demonstrativ hinter ihre Einsatzkräfte. Man werde mit „aller Härte" gegen Straftäter vorgehen, verspricht die Sicherheitsdezernentin.

Dass diese Drohgebärde kein leeres Versprechen ist, zeigt die schiere Dimension des Aufgebots: Schwerpunktmäßig werden die Friedhöfe der Stadt bewacht, wo am 1. November traditionell Tausende Menschen ihrer Toten gedenken. 920 Beamte sind dort im Einsatz, um für Sicherheit zu sorgen und illegalen Blumenhandel zu unterbinden. An den beiden größten Friedhöfen, La Almudena und Carabanchel, werden unterstützend Drohnen eingesetzt. Die Öffnungszeiten der städtischen Friedhöfe wurden großzügig erweitert, um den Ansturm zu entzerren.

Doppelte Strategie gegen Vandalismus

Die Stadt verfolgt eine Doppelstrategie: Zum einen soll die Präsenz auf den Straßen abschrecken, zum anderen werden gezielt Brennpunkte überwacht. So kontrollieren 350 Beamte die Gastronomie und Feierlichkeiten am Samstagabend, um Jugendschutz, Aforos und Sperrstunden durchzusetzen. Zudem werden Drogen- und Alkoholtests durchgeführt. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem öffentlichen Nahverkehr: 430 Polizisten sind im Einsatz, um Angriffe auf Busse zu verhindern, nachdem in der Vergangenheit wiederholt Eier und andere Gegenstände auf Fahrzeuge geworfen wurden.

Auch der Rettungsdienst Samur-Protección Civil ist in Alarmbereitschaft. Mit zusätzlichen 65 Sanitätern und einer Verstärkung der Notrufzentrale will man für den Ernstfall gerüstet sein. Laut Sanz sei man sich bewusst, dass die Gefahr nicht gebannt sei. Auch wenn die konkreten Aufrufe zu Ausschreitungen für dieses Wochenende scheinbar zurückgezogen wurden, wolle man keine Risiken eingehen. Man sei auf alles vorbereitet, was in den kommenden Wochen passieren könnte.

Die Erfahrungen aus Barcelona, wo es bei Protesten zu massiven Plünderungen und Brandstiftungen gekommen war, haben in Madrid tiefe Spuren hinterlassen. Bürgermeister Almeida hatte bereits im Vorfeld angekündigt, keine Toleranz gegenüber Chaoten zeigen zu wollen. Mit diesem massiven Aufgebot an Polizei und Sicherheitskräften sendet die Hauptstadt ein klares Signal: Halloween wird hier nicht zur Nacht der Randale. Die Devise lautet: Hingucken statt Wegschauen - und das mit der geballten Macht des Staates, wie es die Zeitung Europa Press berichtet.Warnung an Chaoten


Quelle: europapress.es

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