Großsimulation im Tunnel von Vielha

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Vielha

Großsimulation im Tunnel von Vielha

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Nächtliche Großübung im Grenztunnel

In den frühen Morgenstunden des Mittwochs haben die katalanische Zivilschutzbehörde, die Feuerwehr- und Rettungsdienste sowie das spanische Verkehrsministerium ein umfangreiches Sicherheitstraining im Tunnel Joan Carles I an der N-230 bei Vielha durchgeführt. Der Fokus der Übung lag auf der Überprüfung des für die Infrastruktur gültigen Autoprotektionsplans (PAU), der erst im September 2025 von der Zivilschutzkommission offiziell bestätigt wurde.

Bewertung der neuen Zuständigkeiten

Die Übung diente laut einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht der Zivilschutzbehörde vor allem der Evaluierung des Notfallmanagements, das seit 2023 in der gesamten Region Aran in der Verantwortung der Aranesischen Feuerwehr liegt. Geprüft wurden die Abläufe im zentralen Tunnelkontrollraum sowie die Reaktionsfähigkeit der technischen Betriebsmannschaften und der ersten Einsatzkräfte vor Ort. Das Szenario sah vor, die Funktion der sicherheitsrelevanten und präventiven Infrastruktureinrichtungen unter Belastung zu testen. Als zentrales Ziel galt jedoch die Überprüfung des Zusammenspiels aller beteiligten Behörden gemäß den Vorgaben des regionalen Notfallplans Procicat.

Eskalationsstufe vier erreicht

Bei der Übung wurde die Einsatzleitung durch den höchsten Verantwortlichen der Aranesischen Feuerwehr geführt. Die fiktive Gefahrenlage erforderte die Aktivierung bis zur vierten Eskalationsstufe der Alarm- und Einsatzhierarchie. Die Koordination der verschiedenen Einheiten und die Entscheidungswege standen dabei im Mittelpunkt der Beurteilung.

Szenario mit Rauchentwicklung

Das Übungsszenario ging von einem Unfall eines einzelnen Fahrzeugs im Tunnelinneren aus. Nach dem simulierten Aufprall entwickelte sich ein Feuer, das zu starker Rauchentwicklung und erheblich eingeschränkter Sicht führte. Die zwei fiktiven Insassen des Fahrzeugs wurden als verletzt eingestuft, waren jedoch in der Lage, sich eigenständig zu einem Sicherheitsbereich oder in eine Evakuierungsgalerie zu begeben. Zum Zeitpunkt des angenommenen Unglücks befand sich das betreffende Fahrzeug als einziges Verkehrsmittel im Tunnel.

Vollständige Sperrung für Einsatzkräfte

Nach der Auslösung des Alarms wurden umgehend die Zufahrten an der Nord- und Südseite des Tunnels abgeriegelt. Diese Maßnahme sollte den ungehinderten Anmarsch der Rettungskräfte ermöglichen und die Sicherheit der Einsatzzone gewährleisten. Die Auswertung der gewonnenen Daten und Erkenntnisse aus der Übung steht noch aus, wie die Behörden mitteilen.


Quelle: europapress.es

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