
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Festnahme nach tödlicher Messerattacke in Madrid
Ermittlungen führen zu verdächtigem Nachbarn
Rund sechs Wochen nach einem tödlichen Messerangriff im Madrider Stadtteil Puente de Vallecas hat die Polizei einen Tatverdächtigen gefasst. Der Mann wurde am 21. Oktober in einer koordinierten Aktion von Beamten der Mordkommission und der örtlichen Polizeidienststelle festgenommen. Wie die Ermittler mitteilten, stehen die Ermittlungen im Zusammenhang mit einem Vorfall vom 6. September.
An jenem Abend waren Rettungskräfte an die Kreuzung von Avenida de la Albufera und Calle Fuengirola im Viertel Palomeras Sureste gerufen worden. Dort entdeckten sie einen 49-jährigen Mann mit einer schweren Stichverletzung im Bauchraum. Das Opfer erlag seinen Verletzungen am darauffolgenden Tag im Krankenhaus.
Spuren sichern und Zeugen befragen – so führte die Polizei die Ermittlungen
Die Ermittlungen übernahm die Gruppe VI für Tötungsdelikte der Madrider Kriminalpolizei. Ein entscheidender Durchbruch gelang den Beamten durch die Befragung mehrerer Zeugen, die den Vorfall beobachtet hatten. Zwar konnte niemand den Angreifer direkt identifizieren, doch die Aussagen wiesen auf einen jungen Mann aus der Nachbarschaft hin.
Neben den Zeugenaussagen halfen den Ermittlern auch Gegenstände, die am Tatort sichergestellt wurden. Die Analyse dieser Spuren erlaubte es den Beamten, den möglichen Wohnbereich des Verdächtigen einzugrenzen. Durch anschließende Observationen stellte sich heraus, dass der Mann zwei Wohnungen in demselben Stockwerk eines nahegelegenen Gebäudes nutzte – nur rund 80 Meter vom Tatort entfernt. Für die Durchsuchung beider Wohnungen war eine richterliche Anordnung erforderlich.
Beweismittel und mögliches Tatmotiv
In den Wohnungen beschlagnahmten die Beamten drei Mobiltelefone, Kleidungsstücke mit Blutspuren sowie mehr als 40 verbotene Messer und andere Stichwaffen. Die sichergestellten Gegenstände werden nun forensisch untersucht.
Nach derzeitigem Ermittlungsstand könnte dem Angriff ein vorangegangener Konflikt zwischen dem Festgenommenen und einem Freund des Opfers vorausgegangen sein. Der Beschuldigte wurde dem zuständigen Richter vorgeführt, der die Untersuchungshaft anordnete.
Wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, dauern die Ermittlungen der Polizei an, um die genauen Umstände der Tat vollständig zu rekonstruieren.
Quelle: europapress.es