Ex-Mitarbeiterin veruntreut 659.000 Euro

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Cádiz

Ex-Mitarbeiterin veruntreut 659.000 Euro

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Betrugsserie bei spanischem Versicherer

In Cádiz hat die Polizei einen schweren Fall von Betrug innerhalb einer größeren spanischen Versicherungsgesellschaft aufgedeckt. Eine ehemalige Angestellte der Niederlassung steht im Verdacht, zwischen 2018 und 2021 unrechtmäßig Zahlungen in Höhe von über 659.000 Euro veranlasst zu haben. Wie die Polizei mitteilte, konnten die Ermittler den Verbleib des Geldes nun weitgehend klären.

Die beschuldigte Frau war in der Verwaltung tätig und für die Bearbeitung von Auslagen zuständig. Dabei handelt es sich um Kosten, die Versicherungsnehmer zunächst selbst tragen und später erstattet bekommen. Eine interne Prüfung des Unternehmens förderte schließlich 726 verdächtige Überweisungen auf insgesamt 40 verschiedene Konten zutage.

Geldfluss zwischen mehreren Beteiligten

Die Ermittlungen begannen im August 2023, nachdem das Versicherungsunternehmen Anzeige erstattet hatte. Die Beamten analysierten daraufhin die Kontobewegungen von 59 Bankkonten. Dabei zeigte sich ein komplexes Geflecht an finanziellen Verflechtungen zwischen der Ex-Angestellten und weiteren Personen.

Einige Beteiligte sollen direkt Geld aus den fingierten Auslagen erhalten haben, während andere als Mittelsmänner fungierten und für ihre Dienste eine Provision bekamen. Um die Spuren zu verwischen, wurden die Zahlungen laut Ermittlungen nicht nur per Überweisung getätigt, sondern auch in bar ausgezahlt. Diese Vorgehensweise sollte es den Beteiligten ermöglichen, anonym zu bleiben und die Herkunft der Gelder zu verschleiern.

20 Personen unter Verdacht

Durch die Auswertung der Bankdaten, Dokumente und Zeugenaussagen konnten die Beamten schließlich ein Netzwerk aus 20 Personen identifizieren, gegen die nun gerichtlich ermittelt wird. Ihnen wird eine fortgesetzte Straftat des Betrugs vorgeworfen. Das Hauptziel der polizeilichen Maßnahmen war es, den Verbleib des Geldes zu klären und weitere finanzielle Schäden für das betroffene Unternehmen zu verhindern. Wie die Ermittler betonen, konnte ein Teil des unterschlagenen Kapitals ausfindig gemacht werden, wodurch ein erheblicher Teil des Tatgeschehens rekonstruiert werden konnte. Der Fall zeigt einmal mehr, wie wichtig interne Kontrollmechanismen in Unternehmen sind, um derartige Machenschaften aufzudecken, wie die Ermittlungsbehörden abschließend erklärten. Die Ermittlungen dauern an, insbesondere um die genaue Rolle der einzelnen Beschuldigten zu klären. Nach Informationen des Nachrichtenportals Europa Press konzentriert sich die Justiz nun auf die Frage, inwieweit die Hauptverdächtige bei ihren Handlungen Unterstützung von internen Mitarbeitern hatte. Experten zufolge sind solche Betrugsfälle in der Versicherungsbranche keine Seltenheit, weshalb viele Unternehmen ihre Prozesse zur Auszahlung von Erstattungen in den letzten Jahren digitalisiert und mit mehreren Kontrollinstanzen versehen haben. Ein Urteil steht in diesem Fall jedoch noch aus. (mit dpa-Informationen und Material von Europa Press)


Quelle: europapress.es

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