DANA bringt Unwetter und Temperatursturz

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Valencia

DANA bringt Unwetter und Temperatursturz

von Clara Weber

Von der Hitze zur Gewitterlage

Nach vielen Tagen mit verbreitet hohen Temperaturen stellt sich das Wetter in Spanien um. Wie die spanische Wetterbehörde Aemet mitteilt, sorgt ab Freitag eine DANA – ein isoliertes Höhentief – für kräftige Schauer und Gewitter. Besonders betroffen sind weite Teile des Festlandinneren. Zudem kündigt die Behörde einen deutlichen Temperaturrückgang an.

DANA steht für „Depresión Aislada en Niveles Altos“ und beschreibt ein abgeschnürtes Tief in höheren Luftschichten. Solche Systeme bleiben oft länger liegen und können ergiebigen Regen, Hagel und Sturmböen mit sich bringen.

Was am Freitag passiert

Am Freitag nähert sich zunächst eine atlantische Tiefdruckrinne dem Westen der Halbinsel und entwickelt sich bis zum Abend zu einer DANA. In der Folge sind vor allem im Inland Gewitter möglich – ausgenommen ist der Südwesten. Örtlich können die Schauer kräftig ausfallen, begleitet von starken Windböen und Hagel. Die größte Unwettergefahr besteht laut Aemet am Iberischen Gebirge und im östlichen Binnenland. Dort könnten Schauer und Böen sehr intensiv werden.

Die Temperaturen sinken dann bereits im Nordwesten und in der Mitte. Dennoch gelten am Freitag vielerorts noch Hitzewarnungen. Die Behörde hat für alle Festlandregionen sowie die Balearen Warnungen herausgegeben; nur die Kanarischen Inseln bleiben außen vor. Hitzealarm der Stufe Orange gilt etwa in Andalusien, Aragonien, Kastilien-La Mancha, Katalonien und Madrid. Wegen Regen und Gewitter sind unter anderem Andalusien, Aragonien, Asturien, Kantabrien, Kastilien-León, Kastilien-La Mancha, Katalonien, Murcia, Navarra, das Baskenland, La Rioja und die Valencianische Gemeinschaft gewarnt. Die höchste Regenwarnung (Orange) betrifft Teruel, Cuenca und Valencia. In Galicien wird zudem vor Nebel gewarnt.

Samstag: Höhepunkt des Unwetters

Am Samstag liegt die DANA im Landesinneren. Die Gewitter werden dann laut Aemet noch verbreiteter auftreten, vor allem im Inland; nur im Südwesten und in Galicien sind sie weniger wahrscheinlich. Auch die Balearen müssen mit Schauern rechnen. Die Intensität der Niederschläge und Böen bleibt hoch, örtlich sind sehr starke Ausbrüche möglich. Zudem besteht die Gefahr von Hagel, der vereinzelt einen Durchmesser von mehr als zwei Zentimetern erreichen kann.

Gleichzeitig fallen die Temperaturen deutlich – die Behörde spricht von einem deutlichen Rückgang. Am Samstag sollen die Werte wieder nahe dem üblichen Niveau für die Jahreszeit liegen. Aemet bezeichnet diesen Tag als Höhepunkt des Wetterumschwungs, sowohl bei der Ausdehnung der Gewitter als auch beim Temperatursturz. Warnungen gelten dann in 14 autonomen Gemeinschaften, darunter wegen Regen und Gewitter für Madrid, Katalonien, Andalusien und die Valencianische Gemeinschaft. Hitzehinweise bleiben für die Balearen, Katalonien und Galicien aktiv, in Galicien auch Nebelwarnungen.

Ausblick ab Montag

Für die Folgetage ist die Entwicklung noch unsicher. Die Aemet rechnet jedoch damit, dass die Gewitter ab Montag deutlich nachlassen. Die Temperaturen dürften sich allmählich erholen, aber zunächst nicht wieder das Niveau der vergangenen Tage erreichen.


Quelle: 20minutos.es