Blutdruckmessung gegen stille Gefahr

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Sevilla

Blutdruckmessung gegen stille Gefahr

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Aktionstag im Virgen Macarena

Das Universitätsklinikum Virgen Macarena in Sevilla rückt die stille Gefahr hohen Blutdrucks in den Fokus. Wie die Regionalregierung mitteilte, laden Fachkräfte der Kardiologie und Neurologie für diesen Donnerstag zu einem Informations- und Aufklärungstag ein. Interessierte Besucher können zwischen 9 und 12 Uhr im Hauptfoyer des Krankenhauses ihren Blutdruck messen lassen.

Verbindung zu Schlaganfällen

Die Aktion steht im Zeichen des Weltschlaganfalltags und wird in Zusammenarbeit mit der Spanischen Gesellschaft für Kardiologie durchgeführt. Unter dem Motto „Hay peligros que no te ves venir“ – übersetzt etwa „Es gibt Gefahren, die man nicht kommen sieht“ – wollen die Mediziner über die Folgen der Hypertonie informieren. Besonderes Augenmerk liegt auf dem Zusammenhang zwischen dauerhaft erhöhtem Blutdruck und einem erhöhten Schlaganfallrisiko.

Kampagne und Kongress

Die Maßnahme ist Teil einer landesweiten Aufklärungskampagne der Kardiologenvereinigung. Zeitlich fällt sie mit dem Kardiologiekongress SEC26 zusammen, der in dieser Woche andalusische Hauptstadt tagt. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums entsteht Bluthochdruck, wenn das Blut mit anhaltend zu hohem Druck durch die Arterien strömt – ein Zustand, der zunächst oft unbemerkt bleibt, aber langfristig Herz, Gehirn und weitere Organe schädigen kann. Die Erkrankung tritt vermehrt ab dem 40. Lebensjahr auf. Schätzungen zufolge ist etwa jeder dritte Erwachsene betroffen.

Versorgung von Schlaganfallpatienten

Die Schlaganfallstation des Klinikums versorgt jährlich weit über 600 Betroffene. In Industrienationen zählt der Schlaganfall zu den häufigsten Todesursachen. In den vergangenen Jahren seien Sterblichkeit und bleibende Behinderungen dank frühzeitiger Erkennung und moderner Behandlungsmethoden gesunken, so das Krankenhaus. Entscheidend seien neben der Kontrolle von Risikofaktoren neuartige Verfahren wie die Thrombektomie, die eine Wiedereröffnung verschlossener Gefäße ermöglicht.

Vermeidbare Ursachen

Mediziner schätzen, dass neun von zehn Schlaganfällen vermeidbar wären. Entscheidend sei die konsequente Behandlung von Bluthochdruck, Diabetes, Fettstoffwechselstörungen und Vorhofflimmern. Ein aktiver Lebensstil sowie der Verzicht auf Tabak und übermäßigen Alkoholkonsum spielen ebenfalls eine zentrale Rolle. Aufklärungskampagnen verweisen zudem auf die Bedeutung einer salzarmen Ernährung. Die Zufuhr von Natrium gilt als eines der gravierendsten ernährungsbedingten Gesundheitsrisiken.

Wie die Behörde weiter berichtet, werden zunehmend Salzersatzprodukte mit reduziertem Natriumgehalt als präventive Maßnahme empfohlen.


Quelle: europapress.es

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