Marbella schreibt Klinikbau aus

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

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Marbella schreibt Klinikbau aus

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Zwei Grundstücke, zwei Versorgungsmodelle

Die Kommunalverwaltung von Marbella hat das Vergabeverfahren für zwei kommunale Grundstücke offiziell eingeleitet. Wie aus den veröffentlichten Unterlagen hervorgeht, sollen auf den Parzellen private Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen entstehen. Der Stadtrat stellt damit zwei Gewerbegrundstücke im Rahmen einer Erbbaurechtskonzession für private Investoren bereit. Die Laufzeit beider Verträge ist auf maximal 75 Jahre angelegt, um die Amortisation des Investitionsaufwands zu ermöglichen.

Die beiden ausgeschriebenen Areale unterscheiden sich grundlegend in ihrer Zweckbestimmung. Während im Osten von Marbella ein Krankenhaus für die Akutversorgung entstehen soll, ist für San Pedro Alcántara eine Einrichtung für Langzeitpflege und Betreuung vorgesehen. Der städtische Ausschuss für Lokalregierung hat die entsprechenden Lastenhefte gebilligt, die für jedes Projekt getrennte Vergabeverfahren vorsehen.

Klinischer Betrieb in Santa Clara Golf

Das für das Krankenhaus vorgesehene Grundstück befindet sich an der Avenida Rafael Osorio Sibajas in der Urbanisation Santa Clara Golf im Distrikt Las Chapas. Das Areal umfasst 3.422 Quadratmeter. Die Ausschreibungsbedingungen verlangen eine Infrastruktur, die das Leistungsspektrum eines allgemeinen oder spezialisierten Krankenhauses abdeckt. Vorgeschrieben sind unter anderem ein Operationsbereich, eine Intensivstation, eine Notaufnahme mit separatem Ambulanzzugang sowie Einzelzimmer für die Patientenunterbringung. Zudem muss das Haus über eine Abteilung für bildgebende Diagnostik mit moderner Medizintechnik verfügen.

Pflegeeinrichtung für San Pedro

Anders gelagert ist das Projekt im Stadtteil Ensanche Este II von San Pedro Alcántara. Dort soll ein Zentrum für Assistenz und Soziogesundheit entstehen, das als betreutes Wohnen, Tagesstätte oder Einrichtung für Dauerpflege genutzt werden kann. Die technischen Spezifikationen sehen Flächen für Wohnbereiche, Physiotherapie, Ergotherapie und gemeinschaftliche Räume vor. Auch Verwaltungsräume für Pflege- und Sozialpersonal sind im Pflichtenheft aufgeführt.

Finanzielle Rahmenbedingungen

Die Stadtverwaltung setzt für die Überlassung der Grundstücke jährliche Kanonzahlungen als Ausgangsbasis fest. Für das Krankenhausgrundstück liegt der Mindestbetrag bei 160.677,29 Euro pro Jahr, für das Pflegegrundstück bei 137.140,12 Euro. Der Zuschlag wird anhand mehrerer Kriterien erteilt. Dazu zählen in beiden Verfahren das höchste Gebot (20 Prozent Gewichtung), Zusagen für unentgeltliche Behandlungen (15 Prozent) sowie die architektonische (12 Prozent) und bauliche Qualität (5 Prozent).

Für das Krankenhausprojekt werden zusätzlich die Ausstattung (10 Prozent), das angebotene Leistungsspektrum (10 Prozent), eine Verkürzung der zinsfreien Anlaufphase (10 Prozent), das Betriebskonzept (6 Prozent) sowie die Personalorganisation (4 Prozent) bewertet. Beim Pflegezentrum fließen das Betreuungsmodell und das Aktivitätenangebot (10 Prozent) sowie ebenfalls eine Reduzierung der Konzessionsdauer und der Karenzzeit für die Kanonzahlungen (zusammen 10 Prozent) in die Bewertung ein. Der künftige Betreiber trägt sämtliche Kosten für Aufbau und Betrieb sowie das unternehmerische Risiko.

Die Ausschreibungsunterlagen liegen bei der Stadtverwaltung zur Einsichtnahme bereit. Die Entscheidung über die Vergabe wird nach Abschluss der Angebotsfrist auf Grundlage der festgelegten Kriterien getroffen. Die Grundstückskonzessionen gehören zu den langfristig angelegten Projekten der Kommune zur Stärkung der medizinischen Versorgung in der Region. Wie die Tageszeitung Diario Sur berichtet, stellte die Stadt die Pläne im Rahmen einer Mitteilung des städtischen Ratsgremiums vor.


Quelle: diariosur.es

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