
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Bilbaos Bürgermeister nennt Randalierer „echte Faschisten“
Scharfe Verurteilung nach Krawallnacht
Nach den schweren Ausschreitungen am Montag in Bilbao hat Bürgermeister Juan Mari Aburto ein deutliches Fazit gezogen. Die Urheber der Gewalt, so der Rathauschef in einer Videobotschaft an die Medien, seien keine politischen Gegner, sondern schlichtweg Gewalttäter. „Das sind keine Antifaschisten, das sind echte Faschisten“, erklärte Aburto mit Blick auf die Zerstörungen und Brandstiftungen.
Eskalation nach geplantem Auftritt
Die Unruhen waren am späten Nachmittag ausgebrochen, nachdem Studenten zu einer Gegendemonstration gegen einen Auftritt des umstrittenen Aktivisten Vito Quiles aufgerufen hatten. Die Veranstaltung selbst war zuvor abgesagt worden, dennoch kam es in der Innenstadt zu schweren Zusammenstößen. Unbekannte attackierten Polizeikräfte, errichteten Barrikaden und setzten Fahrzeuge in Brand. Mehrere Geschäfte wurden verwüstet.
Bürgermeister sieht „Botschafter des Terrors“
Aburto zeigte sich entsetzt über das Ausmaß der Zerstörung und sprach von „abscheulichen Handlungen“. Er bezog sich dabei ausdrücklich auf die Täter, die er als „Botschafter des Faschismus, der Gewalt und des Terrors“ bezeichnete. Diese Gruppen, so der Bürgermeister weiter, benötigten keine äußere Provokation, um Gewalt auszuüben – sie seien aus sich heraus gewaltbereit.
Appell an angebliche Antifaschisten
In seiner Stellungnahme richtete Aburto zudem einen eindringlichen Appell an jene Stimmen, die sich öffentlich gegen Faschismus positionieren. Sie sollten die Ereignisse in Bilbao klar benennen und als „entsetzlich“ verurteilen. Wer Gewalt verharmlose oder relativiere, mache sich mitschuldig, so der Bürgermeister.
Solidarität mit Betroffenen
Der Rathauschef sprach den betroffenen Geschäftsleuten und den Besitzern der ausgebrannten Fahrzeuge sein Mitgefühl aus. Auch der gesamten Stadtbevölkerung gelte seine Solidarität, die einen „absolut schrecklichen Nachmittag“ habe ertragen müssen. Die Polizei ermittelt nun wegen Landfriedensbruchs und Sachbeschädigung. Wie die baskische Polizei mitteilte, wurden mehrere Verdächtige vorläufig festgenommen. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Ausschreitungen dauern an, wie das spanische Nachrichtenportal Europa Press berichtet.
Quelle: europapress.es