
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Zehn Jahre Transdisciplina: Klangkunst in Málaga
Zwei Abende im Zeichen der Avantgarde
Die in Málaga ansässige Plattform Transdisciplina begeht ihr zehntes Bestehen mit einem doppelten Veranstaltungswochenende. Am 24. Oktober sowie am 28. November stehen im Teatro Echegaray beziehungsweise im Rahmen der Veranstaltungsreihe T#26 Performances an der Schnittstelle von experimenteller Musik, digitaler Kunst und Live-Aktionen auf dem Programm.
Seit der Gründung der Initiative im Jahr 2016 wurden nach Angaben der Organisatoren mehr als 30 Events realisiert. Als bisherige Höhepunkte gelten unter anderem die Installation „Emblemas“ im Museo Carmen Thyssen Málaga sowie das Festival FOOLK.
Internationale Künstler und Uraufführungen
Die erste Veranstaltung an diesem Samstag vereint ein internationales Programm: Der kanadische Künstler Martin Messier präsentiert eine Arbeit, die elektromagnetische Phänomene und materielle Prozesse in eine synästhetische Klang- und Lichtinstallation übersetzt. Ergänzt wird der Abend durch die spanische Komponistin und Pianistin Amanda Mur, deren Stück Roots und synthetische Texturen mit der analogen Bildsprache der Künstlerin Irene Sáenz kombiniert. Zudem feiert ein gemeinsames Projekt der Formationen Niños Futuro und Mítico Dorado seine Uraufführung.
Die zweite Ausgabe des Jubiläums findet am 28. November um 20 Uhr statt. Dort tritt das französische Duo Franck Vigoux und Antoine Schmitt mit seinem audiovisuellen Programm „Atotal“ auf, das sich kritisch mit Mechanismen von Synchronisation und Kontrolle auseinandersetzt. Weiterhin sind Los Sara Fontan angekündigt – ein Duo bestehend aus Sara Fontan an Violine und Keyboards sowie Edi Pou, der für polymetrische Rhythmen sorgt. Für die visuelle Ebene zeichnen die Künstler Chromatic (Jorge Luque) und THG (Thorno García) mit analogen Projektionen, Fraktalen und Liquid-Light-Shows verantwortlich. Den Abschluss bildet das neue Live-Programm der Komponistin Susana Hernández (Ylia) in Zusammenarbeit mit der Visualkünstlerin Alba G. Corral.
Förderung und Begleitprogramm
Finanziert wird das Jubiläumsprogramm durch die städtische Kulturabteilung von Málaga, Málaga Procultura, die Fundación SGAE sowie internationale Partner wie Mutek und die kanadischen Kulturräte. Unterstützung kommt zudem von Musiluz, Narita Think Lab, DISPAR und ELCAMM.
Im Vorfeld der Hauptveranstaltungen fanden bereits zwei kostenlose Formate statt: Am 15. Oktober organisierte die Plattform zusammen mit der Fundación SGAE und ELCAMM die Veranstaltung „Geeks & Chips Vol.04“; am 22. Oktober folgte eine Sitzung zum Thema „Videoescena: Praktiken der visuellen Kreation“ in Kooperation mit der Vereinigung AAIV und dem Teatro Cánovas. Diese Aktivitäten dienen laut Veranstalter der kritischen Reflexion und Weiterbildung im Bereich der digitalen Kunst.
Wie die Organisatoren mitteilen, versteht sich das Jubiläum als Bestandsaufnahme eines Jahrzehnts transdisziplinärer Arbeit und als Ausblick auf künftige Formate.
Quelle: europapress.es