Winzige Blaupinguine erreichen die Costa del Sol

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Benalmádena

Winzige Blaupinguine erreichen die Costa del Sol

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Einzigartige Kolonie in Andalusien

Die Meereswelt an der Costa del Sol hat Zuwachs bekommen: 13 Blaupinguine (Eudyptula minor) sind in Sea Life Benalmádena eingezogen. Damit ist das Aquarium in der Provinz Málaga laut Betreibern der einzige Ort in ganz Spanien, an dem die kleinste Pinguinart der Welt zu sehen ist. Die Tiere legten eine weite Reise aus dem englischen Weymouth zurück, wo sie im Rahmen eines Zuchtprogramms geboren wurden.

Reisevorbereitungen mit tierärztlicher Begleitung

Bevor die Pinguine ihre Reise in den Süden antraten, standen sie in Großbritannien unter strenger tierärztlicher Beobachtung. Wie Sea Life mitteilt, wurden unter anderem Tests auf Vogelgrippe und die Newcastle-Krankheit durchgeführt. Erst nach der Freigabe ging es in speziell angefertigten Transportboxen mit Belüftungssystemen auf die Reise in das neue Zuhause.

Neues Zuhause nachempfunden

Für die Ankömmlinge wurde im Aquarium die „Isla del Pingüino Azul“ (Insel des Blaupinguins) erschaffen. Die Gestaltung orientiert sich an den Küstenlandschaften Neuseelands, der ursprünglichen Heimat der Art. Der Lebensraum bietet den Tieren großen Raum zum Schwimmen sowie zwei Gemeinschaftshöhlen zum Ausruhen. Zusätzlich wurden sieben kleinere Nisthöhlen angelegt, die den Paaren während der Brutzeit ausreichend Privatsphäre bieten sollen – ein wichtiger Bestandteil zur Förderung des natürlichen Verhaltens.

Die Generaldirektorin von Sea Life Benalmádena, Elizabeth Zorat, zeigte sich erfreut über den Zuwachs: „Wir sind überzeugt, dass unsere Besucher von den neuen Bewohnern begeistert sein werden. Die Zusammenarbeit mit dem Team in Weymouth unterstreicht unser Engagement für den Schutz der Biodiversität.“

Kleine Körper, große Ansprüche

Mit einer Körpergröße von nur rund 33 Zentimetern sind Blaupinguine die kleinsten Vertreter ihrer Familie. Ihr bläulich schimmerndes Gefieder macht sie unverwechselbar. Anders als oft angenommen, benötigen sie kein eisiges Klima: Die Tiere sind an gemäßigte Küstenregionen Australiens und Neuseelands angepasst und ernähren sich hauptsächlich von kleinen Fischen wie Sardinen und Heringen.

Obwohl die Art von der Weltnaturschutzunion (IUCN) global als „nicht gefährdet“ eingestuft wird, stehen einige lokale Populationen unter Druck. Die Hauptgefahren gehen von menschlichen Aktivitäten aus: Beifang in Fischereinetzen, Verlust von Lebensräumen und Plastikmüll in den Ozeanen bedrohen die Bestände. Mit der neuen Kolonie wollen die beiden Sea-Life-Standorte nicht nur zur Forschung beitragen, sondern auch Besucher für die ökologischen Herausforderungen sensibilisieren. Wie das Aquarium betont, soll der Blick auf die putzigen Tiere verdeutlichen, dass selbst die kleinsten Meeresbewohner auf gesunde Ökosysteme und wirksamen Schutz angewiesen sind.


Quelle: europapress.es

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