Vor der Hitzewelle: Gewitter und steigende Temperaturen

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Córdoba

Vor der Hitzewelle: Gewitter und steigende Temperaturen

von Jonas Beck

Thermische Entwicklung mit Unwettern

Die spanische Meteorologiebehörde Aemet hat für die letzte Woche des meteorologischen Frühlings eine zunehmend heiße und zugleich gewitterträchtige Wetterlage prognostiziert. Wie der Sprecher der Behörde, Rubén del Campo, am Montag mitteilte, beginnt die Phase mit einer instabilen Wetterlage. Bereits am Montag bildeten sich im Inland sowie im Norden und Osten der Iberischen Halbinsel vermehrt Quellwolken, die am Nachmittag und in der Nacht zu Schauern und Gewittern führten. Trotz dieser Bewölkung, die im Kantabrischen Gebirge und Teilen des Inlands für etwas geringere Höchsttemperaturen sorgte, wurden im Ebro-Tal und im Südosten Werte über 36 Grad Celsius gemessen.

Steigende Temperaturen bei anhaltender Instabilität

Ab Dienstag setzt sich ein zweigleisiger Trend fort: Während die Temperaturen im Süden und auf den Balearen weiter ansteigen – mit bis zu 35 Grad im Inland Mallorcas und erneut über 36 Grad im Ebro-Tal –, bleibt die Gewitterneigung in vielen Regionen erhalten. Die Aemet hat erste Hitzewarnungen für die Provinzen Huesca, Zaragoza und Lleida sowie Unwetterwarnungen für Granada und Jaén herausgegeben. Die Gewitter, insbesondere in gebirgigen Regionen, können lokal stark ausfallen und von Hagel sowie starken Windböen begleitet sein.

Der Mittwoch setzt den thermischen Aufwärtstrend unvermindert fort. Die Nacht zum Mittwoch verlief in weiten Teilen des Landes bereits sehr warm, mit Tiefstwerten nicht unter 20 Grad im Ebro-Tal, an der Mittelmeerküste sowie in Zentralspanien und der südlichen Hälfte der Halbinsel. Die Nachmittagstemperaturen erreichten sommerliche Werte: 30-32 Grad im südlichen Galicien, 32-34 Grad auf der Nordmeseta und 34-36 Grad im Nordosten und im Zentrum. Städte wie Zaragoza oder Sevilla verzeichneten 38 Grad, Badajoz möglicherweise 39 Grad. Parallel dazu entluden sich erneut Gewitter, vor allem im Inland Kantabriens und auf der Nordmeseta.

Vorstufe zur Hitzewelle

Donnerstag und Freitag setzen das Muster fort. Die Höchstwerte liegen im gesamten Landesgebiet durchschnittlich fünf bis zehn Grad über dem für die Jahreszeit üblichen Niveau. Während im Ebro-Tal, im Tal des Guadiana und des Guadalquivir weiterhin bis zu 36 Grad erreicht werden, bringen neue Niederschläge im Kantabrischen Gebirge und auf der Nordmeseta eine vorübergehende Abkühlung.

Der Höhepunkt der Hitzephase wird für den Samstag erwartet. An diesem Tag werden in den großen Flusstälern des Ebro, Guadalquivir, Guadiana oder Tajo Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius prognostiziert. In Córdoba und Badajoz könnten die Thermometer sogar bis auf 42 Grad klettern. Die Hitze wird in Metropolen wie Madrid, Zaragoza, Toledo, Sevilla und Granada als drückend empfunden.

Ungewissheit über Dauer und Klassifikation

Entscheidend für die Einstufung als offizielle Hitzewelle ist die Dauer des Extremereignisses. Aktuelle Modelle deuten darauf hin, dass die extrem hohen Temperaturen auch am Sonntag und zum Wochenstart anhalten könnten. Laut Aemet-Sprecher Del Campo wäre bei einer dreitägigen Periode mit außergewöhnlich hohen Tages- und Nachttemperaturen die Schwelle für eine Hitzewelle erreicht. "Es ist jedoch noch zu früh, um die genauen Höchst- und Tiefstwerte präzise vorherzusagen oder zu sagen, ob das Ereignis langanhaltend sein wird. Daher ist es verfrüht, bereits von einer Hitzewelle zu sprechen", so Del Campo.

Die Bevölkerung wird aufgefordert, die weiteren Entwicklungsprognosen der Behörde aufmerksam zu verfolgen und die empfohlenen Vorsichtsmaßnahmen bei großer Hitze zu beachten.


Quelle: 20minutos.es