Trump erteilt Abschussbefehl für iranische Boote

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Madrid

Trump erteilt Abschussbefehl für iranische Boote

von Redaktion

Schärfere Gangart im Persischen Golf

Die angespannte Lage in der Hormusstraße hat eine neue Eskalationsstufe erreicht. US-Präsident Donald Trump gab am Donnerstag per Social Media bekannt, er habe der US-Marine den Befehl erteilt, jedes iranische Schiff zu “beschießen und zu vernichten”, das in der Meerenge Seeminen auslege. Er betonte, alle 159 Schiffe der iranischen Marine seien bereits “auf dem Meeresgrund” – ein Verweis auf die gemeinsame Militäroffensive der USA und Israels vom 28. Februar.

Räumung dauert – Pentagon warnt

Der Befehl erfolgte in einem kritischen Zeitpunkt. Wie die Nachrichtenagentur Europa Press unter Berufung auf einen Bericht der Washington Post mitteilt, hatte das Pentagon erst Stunden zuvor gewarnt, dass die vollständige Räumung der von Iran gelegten Minen bis zu sechs Monate dauern könnte – eine Zeitspanne, die für den globalen Öltransport als “völlig inakzeptabel” eingestuft wird. Trump ordnete nun an, die laufenden Räumarbeiten mit dreifacher Intensität fortzusetzen.

Zerbrechliche Waffenruhe unter Druck

Die jüngsten Entwicklungen stellen die erst kürzlich ausgehandelte, fragile Waffenruhe zwischen den USA und Iran erneut infrage. Ein zweiwöchiges Feuerpause-Abkommen vom 8. April war erst am Dienstag auf Vermittlung Pakistans verlängert worden. Bereits einen Tag nach der ursprünglichen Vereinbarung hatte die iranische Revolutionsgarde Schiffe in der Region aufgefordert, “alternative Routen” zu nutzen, und entsprechende Karten veröffentlicht. Nach einer kurzzeitigen Lockerung der Transitrestriktionen durch Teheran am 17. April, verschärfte sich die Lage erneut, als Trump eine Fortsetzung der US-Blockade zur Schließung iranischer Häfen ankündigte.

Diplomatische Gespräche blockiert

Die anhaltende Blockade und die jüngste Enterung iranischer Schiffe in der Region haben direkte Auswirkungen auf den diplomatischen Prozess. Iran begründete seine Absage für ein geplantes Treffen in Islamabad mit genau diesen Aktionen, die aus seiner Sicht eine Verletzung der Waffenruhe darstellen und einen Dialog unmöglich machen. Die Situation bleibt somit hochgradig instabil, wobei militärische Drohgebärden und diplomatische Bemühungen in einem prekären Gleichgewicht stehen.

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