
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Spanien ächzt unter neuer Hitzewelle
Gluthitze im Anmarsch
Eine extreme Hitzewelle sorgt in Spanien für neue Warnungen – und das gleich landesweit. Wie der staatliche Wetterdienst Aemet mitteilt, sind für den morgigen Mittwoch insgesamt 15 der 17 Autonomen Gemeinschaften von Alarmstufen betroffen. In elf Regionen gilt die zweithöchste Warnstufe Orange (Gefahr), in Katalonien und der Valencianischen Gemeinschaft sogar die höchste Stufe Rot (außergewöhnliche Gefahr).
Konkret werden die roten Warnungen für die Provinzen Tarragona und Valencia ausgerufen. Die orangefarbenen Alarme erstrecken sich über weite Teile des Landes – von Andalusien über Aragón, die Balearen, Kastilien-La Mancha, Kastilien-León, Katalonien, Extremadura, Madrid, Murcia, Navarra, La Rioja bis nach Gran Canaria. Auch zahlreiche weitere Gebiete stehen auf der niedrigeren Gelbstufe.
Temperaturen bis über 42 Grad
Die Hitzewelle bleibt am Mittwoch bestehen. Während die Höchstwerte im Norden und im Iberischen Gebirge leicht sinken sollen, steigen sie im Nordosten und Südosten weiter an. In weiten Teilen der Halbinsel und auf den Inseln werden 36 bis 38 Grad erwartet – mit Ausnahme der Höhenlagen, des Kantabrischen Meeres und der Alborán-Küste.
Besonders extrem wird es in den Flusstälern des Ebro, Tajo, Guadiana und Guadalquivir, im Südwesten, an der Küste Valencias, in Murcia, im Süden von Huesca und Lleida sowie in mittleren Lagen im Süden Gran Canarias: Hier könnten die Thermometer auf 40 bis 42 Grad klettern. Die Nacht bringt kaum Abkühlung – vor allem im Mittelmeerraum, im Südwesten, im Ebrotal und auf den Kanaren bleiben die Tiefstwerte über 20 Grad, stellenweise sogar über 25 Grad.
Gewitter mit Sturmböen möglich
Trotz der dominierenden Stabilität über der Halbinsel und den Inseln können sich im Nordosten Quellwolken bilden. In der Folge sind Schauer und Gewitter möglich, begleitet von sehr starken Windböen – besonders im oberen Ebro, in Navarra, im Iberischen Gebirge und in den Pyrenäen. Auch Hagel wird nicht ausgeschlossen.
An den atlantischen Küsten Galiciens und im westlichen Kantabrien bleibt es dagegen bewölkt und diesig. Im Rest des Landes und auf den Balearen überwiegt sonniges Wetter mit lediglich hohen Wolken. Auf den Kanarischen Inseln gibt es im Westen mehr Wolken, im Osten lockere Bewölkung – begleitet von leichter Calima (Sandstaub).
Der Wind weht im Kantabrien und im Norden Galiciens schwach aus West, im Binnenland schwach und wechselhaft. An der Mittelmeerküste bestimmen Seewinde das Wetter, auf den Kanaren mäßiger Nordwind.
Wie die Nachrichtenagentur 20minutos berichtet, geht die Behörde davon aus, dass die Warnungen in den kommenden Tagen bestehen bleiben könnten. Die Bevölkerung wird dringend gebeten, sich vor der Sonne zu schützen, viel zu trinken und körperliche Anstrengungen zu meiden.
Quelle: 20minutos.es