Solar wird zum generationenübergreifenden Park

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Granada

Solar wird zum generationenübergreifenden Park

von Redaktion3 Min. Lesezeit

Neues Zentrum für Begegnung und Freizeit

Im Stadtteil Genil der andalusischen Stadt Granada hat die kommunale Verwaltung ein bedeutendes städtebauliches Projekt gestartet. Die Arbeiten zur Umwandlung eines ungenutzten Municipalgrundstücks in einen öffentlichen Erholungsraum haben offiziell begonnen. Die Maßnahme zielt darauf ab, eine brachliegende Fläche von beinahe 2.000 Quadratmetern zwischen der Calle Almenara und der Calle Acequia in einen multifunktionalen Begegnungsort zu verwandeln.

Bauliche Herausforderungen und Ausgangslage

Das Terrain, das bislang durch fehlende Infrastruktur wie Wege, Beleuchtung oder Grünflächen gekennzeichnet war, weist ein erhebliches Gefälle zu den angrenzenden Straßen auf. Dieser Höhenunterschied hatte eine Nutzung als öffentlicher Raum bislang erheblich erschwert. Im Zuge der Bauarbeiten wird das Gelände nun nivelliert und verdichtet. Zusätzlich müssen bestehende Begrenzungsmauern abgerissen und neue Abgrenzungen errichtet werden. Die Auftragsvergabe erfolgte an das Unternehmen Albaida Infraestructuras.

Inklusive Spielmöglichkeiten und Sportangebote

Ein Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Schaffung eines etwa 150 Quadratmeter großen Areals für Kinder. Geplant sind dort fünf verschiedene Spielstationen, darunter eine großzügige Kletter- und Rutschkombination namens „Átomo“, die aus sieben Modulen besteht. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Barrierefreiheit: Ein Karussell wurde speziell für Kinder im Rollstuhl konstruiert und verfügt über ein integriertes Bremssystem. Ergänzt wird das Angebot durch eine Schaukelsitzgruppe sowie zwei federnde Spielgeräte mit Weltraum-Motiv. Zur Sicherheit wird ein durchgehender Fallschutzbelag aus Gummigranulat verlegt, der auch Bodenmarkierungen für klassische Hüpfspiele ermöglicht.

Direkt angrenzend entsteht eine Fläche für Krafttraining im Freien. Diese Kalisthenik-Anlage richtet sich vornehmlich an Jugendliche und Erwachsene. Sitzgelegenheiten entlang der Wege sowie zentrale Pflanzbeete mit zusätzlicher Sitzfunktion sollen zum Verweilen einladen. Eine Trinkwasserstation mit drei verschiedenen Entnahmehöhen ist für Kinder, Rollstuhlfahrer und Haustiere ausgelegt.

Ökologische Aufwertung und moderne Technik

Die städtebauliche Aufwertung geht mit einer spürbaren Verbesserung des Mikroklimas einher. Insgesamt 28 Bäume werden auf dem Areal verteilt, darunter Zierkirschen, Ahorne und Zedern. Ergänzend pflanzt die Stadtverwaltung Sträucher wie Lantana oder Duftblüten. Drei Pergolen mit einer Gesamtfläche von 75 Quadratmetern spenden zukünftig Schatten und werden mit Kletterpflanzen begrünt. Die gesamte Bewässerung erfolgt über ein effizientes Tropfsystem.

Die Ausstattung wird durch eine moderne LED-Beleuchtung vervollständigt. Im Parkinneren sowie entlang des Weges am Rand kommen Laternen im regionaltypischen Design der Stadt zum Einsatz. Auch die neuen Pergolen erhalten eine eigene Lichtinstallation.

Verbesserte Erreichbarkeit für alle

Ein zentraler Punkt der Maßnahme ist die Überwindung der bestehenden Barriere. Vom Niveau der Calle Almenara aus entsteht ein stufenloser Zugang auf Gehweghöhe, der Menschen mit Mobilitätseinschränkungen einen ungehinderten Eintritt ermöglicht. An der gegenüberliegenden Seite werden Treppen installiert. Der Zugang von der Calle Acequia erfolgt über einen leicht abschüssigen Fußweg.

Im Inneren verbinden Wege mit flexiblem Belag die unterschiedlichen Nutzungsbereiche. Gepflasterte Flächen im Eingangsbereich und rund um die Pflanzenbeete sorgen für eine klare räumliche Trennung zwischen Durchgangszonen und Ruhebereichen.

Die Stadtverwaltung reagiert mit diesem Vorhaben auf wiederholte Forderungen der Anwohner. Es ist Teil eines größeren Programms zur Revitalisierung vernachlässigter Flächen im gesamten Stadtgebiet. Die Bürgermeisterin Granadas betonte bei ihrem Besuch der Baustelle den Willen, vorhandene Räume in den Vierteln zu nutzen, um neue Stätten der Gemeinschaft zu schaffen und die Lebensqualität zu erhöhen. Wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, soll die Fläche künftig als grüner Treffpunkt für verschiedene Altersgruppen dienen.


Quelle: europapress.es

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