Schweizer Flugzeugbauer kauft Grund in Carmona

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Carmona

Schweizer Flugzeugbauer kauft Grund in Carmona

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Pilatus übernimmt Grundstück im Logistikpark

Die Ansiedlung des Schweizer Flugzeugherstellers Pilatus in der Provinz Sevilla nimmt konkrete Formen an. Wie die andalusische Landesregierung mitteilte, wurde der Kaufvertrag für ein etwa 97.000 Quadratmeter großes Gelände im Parque Logístico von Carmona notariell beurkundet. Käufer ist die spanische Tochtergesellschaft Pilatus Aircraft Ibérica S.A., die auf dem Areal eine neue Fertigungsstätte errichten will.

Das Grundstück, bestehend aus zwei zusammenhängenden Parzellen, wurde im Rahmen einer öffentlichen Versteigerung für rund 12,1 Millionen Euro zugeschlagen. Verkäufer sind die Wohnungs- und Sanierungsagentur Andalusiens (AVRA) und die städtische Entwicklungsgesellschaft Sodecar. Beide Institutionen hatten das Gelände gemeinsam vermarktet.

Produktion für den PC-24 geplant

Nach Unternehmensangaben ist für die neue Fabrik eine Investition von nahezu 100 Millionen Euro vorgesehen. Mittelfristig könnten dort bis zu 500 qualifizierte Arbeitsplätze entstehen. Die Produktion soll unter anderem Komponenten, Flugzeugstrukturen und Bordkabel für den Geschäftsjet PC-24 umfassen. Den Angaben zufolge ist die Aufnahme des Betriebs in Carmona für Ende 2028 geplant.

Pilatus ist bereits in der Nachbargemeinde Alcalá de Guadaíra mit industriellen Kapazitäten vertreten. Der neue Standort erweitert damit die Aktivitäten des Unternehmens in der Region Sevilla. Der Logistikpark selbst profitiert von einer wachsenden Zahl an Zulieferern und Dienstleistern rund um die Luft- und Raumfahrtindustrie, die sich in der Umgebung angesiedelt haben.

Stadt und Region ebnen den Weg

Vor dem Verkauf mussten die entsprechenden Flächen planungsrechtlich umgewidmet werden. Die Hauptparzelle war bislang für logistisch-gewerbliche Nutzung ausgewiesen und wurde nun in ein Industriegebiet mit Fokus auf Luftfahrt umgewandelt. Diese Änderung hatte der Gemeinderat von Carmona im April 2025 endgültig gebilligt, wie aus der Mitteilung der Junta de Andalucía hervorgeht.

Parallel treiben AVRA und Sodecar die Erschließung der zweiten Ausbaustufe des Parks voran. Ein zentraler Punkt ist die Sicherstellung der Stromversorgung. Dafür wurde ein separater Auftrag über mehr als 5,6 Millionen Euro vergeben, der den Bau einer neuen Umspannstation und deren Anschluss an das Hochspannungsnetz vorsieht.

Die Behörden sehen in dem Verkauf einen wichtigen Schritt, um große Gewerbeflächen mit spezifischer Infrastruktur für anspruchsvolle Industrieprojekte bereitzustellen. Die Kooperation zwischen der Regionalverwaltung und der Stadt Carmona galt dabei sowohl der Planung als auch der Vermarktung und der technischen Ausstattung des Geländes.


Quelle: europapress.es

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