
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Regionales Aval-Programm ermöglicht über 1.300 jungen Menschen Hauskauf
Staatsbürgschaften als Schlüssel für junge Erstkäufer
Ein Förderprogramm der Regionalregierung von Valencia hat zwischen Januar und April 2026 mehr als 1.300 jungen Menschen den Kauf ihrer ersten Wohnimmobilie ermöglicht. Dies teilte die Verwaltung, das Consell, in einer aktuellen Mitteilung mit. Den Kern des Programms bilden Bürgschaften (Avales), die das Institut Valencià de Finances (IVF) für die Kreditaufnahme bei Banken stellt.
Programmentwicklung und quantitative Wirkung
Das Programm startete im Jahr 2024. Nach Angaben des 'President' der Generalitat, Juanfran Pérez Llorca, haben seitdem insgesamt 3.842 Personen von der Maßnahme profitiert. Die quantitative Entwicklung zeigt eine deutliche Steigerung: Allein im ersten Vier-Monats-Zeitraum 2026 wurden Bürgschaften im Gesamtwert von 19,4 Millionen Euro genehmigt. Dieser Wert übertrifft bereits die 18,3 Millionen Euro, die im gesamten Vorjahr 2025 zugesagt wurden.
Die zugrundeliegende Finanzierungslogik ist klar: Die staatliche Bürgschaft ermöglicht es den begünstigten jungen Haushaltsgründern, von Banken Kredite von bis zu 100 Prozent des Immobilienwerts zu erhalten. Dadurch werden erhebliche Wirtschaftsströme mobilisiert. Im ersten Quartal 2026 wurden laut offiziellen Zahlen durch die avisierten Kredite rund 124 Millionen Euro an Hypothekarkapital freigesetzt, verbunden mit Immobilienkäufen im Gesamtwert von über 130 Millionen Euro.
Anpassungen und zukünftige Rahmenbedingungen
Für das laufende Förderjahr 2026 wurden die Rahmenbedingungen des Programms angepasst. Die finanzielle Ausstattung wurde gegenüber dem Vorjahr um 50 Prozent aufgestockt und beläuft sich nun auf 30 Millionen Euro. Eine zentrale Neuerung betrifft die Höhe der Bürgschaft: Die Regionalregierung gewährt nun Garantien für bis zu 20 Prozent des Kaufpreises, gegenüber zuvor 15 Prozent. Diese Erhöhung macht die vollständige Finanzierung durch die Bank erst möglich.
Zudem wurde, um auf Marktentwicklungen zu reagieren, die förderfähige Preisobergrenze für Immobilien von 277.000 auf 311.000 Euro angehoben. Das Consell führt die gestiegene Nachfrage und schnellere Abwicklung auch auf verbesserte interne Prozesse und gesammelte Erfahrungswerte aus den Vorjahren zurück.
Einordnung und politische Zielsetzung
In der Bewertung der Administration dient das Programm nicht nur der individuellen Förderung, sondern entfaltet einen "wichtigen Traktoreffekt" auf den gesamten regionalen Wohnimmobilienmarkt. Pérez Llorca wertet die Zahlen als Beleg dafür, dass das Programm auf eine reale gesellschaftliche Notwendigkeit antwortet. Es ziele darauf ab, das Problem des eingeschränkten Zugangs zu Wohneigentum, das insbesondere junge Menschen betrifft, zu verringern. Seit Programmstart konnten insgesamt über 307 Millionen Euro an Hypothekenfinanzierung für Wohnungen im Gesamtwert von mehr als 331 Millionen Euro mobilisiert werden.
Quelle: Mitteilung der Generalitat Valenciana / Institut Valencià de Finances (IVF)
Quelle: europapress.es