Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Milliarden für die Gesundheitsversorgung im Sommer
Die Urlaubssaison stellt das Gesundheitswesen jedes Jahr vor besondere Herausforderungen. In der Autonomen Gemeinschaft Valencia reagiert die Regionalregierung mit einem verstärkten Sommerplan. Wie das Gesundheitsressort mitteilte, stehen in diesem Jahr 85,2 Millionen Euro bereit, um die medizinische Versorgung sowohl für die einheimische Bevölkerung als auch für die zahlreichen Touristen zu sichern. Das Budget liegt damit um 2,7 Millionen Euro oder 3,27 Prozent über dem des Vorjahres.
Mehr Personal und zusätzliche Standorte
Ein Großteil der Mittel ist für zusätzliches Personal vorgesehen. Geplant sind rund 9.000 befristete Verträge, um sowohl Verstärkungen für besonders frequentierte Gebiete als auch Vertretungen für den Urlaub des Stammpersonals zu finanzieren. Ein besonderer Fokus liegt auf der Primärversorgung in den Touristenzentren. So werden 25 temporäre Strandkonsultationen entlang der Küste eingerichtet, darunter in Orten wie Benicàssim, Dénia oder Xeraco. Zusätzlich werden 74 bestehende Gesundheitszentren in den drei Provinzen Castellón, Valencia und Alicante mit mehr Personal ausgestattet. Die Liste umfasst beliebte Küstenorte wie Benidorm, Calpe und Torrevieja, aber auch Gemeinden im Inland, wo die Besucherzahlen ebenfalls steigen.
Krankenhäuser halten mehr Betten vor
Auch in den Krankenhäusern wird die Kapazität für die Sommermonate hochgefahren. Die Behörde spricht von einer „weniger restriktiven“ Planung als in der Vergangenheit. Die Zahl der verfügbaren Krankenhausbetten soll im Vergleich zum Sommer 2023 um insgesamt 4,8 Prozent steigen. Die Zunahme fällt je nach Monat unterschiedlich aus: Während im Juli nur 0,5 Prozent mehr Betten bereitstehen, sind es im August bereits 3,65 Prozent und im September sogar 12,62 Prozent mehr. Laut der Generalitat Valenciana bleiben insbesondere in den touristisch stark frequentierten Gebieten, sowohl an der Küste als auch im Inland, alle regulären Betten in Betrieb. Die Notaufnahmen sollen bei Bedarf zusätzlich verstärkt werden.
Deutlicher Aufwuchs im Vergleich
Gesundheitsminister Marciano Gómez betonte den langfristigen Trend der Aufstockung. Gegenüber der letzten Sommerplanung der vorherigen Legislaturperiode seien die Ausgaben um fast 13 Millionen Euro erhöht worden. „Das zeigt den Willen, die Bürger unserer Gemeinschaft und diejenigen, die uns in dieser Jahreszeit besuchen, zu versorgen“, so Gómez. Gleichzeitig werde damit das legitime Recht des Gesundheitspersonals auf Urlaub gewahrt. Die Maßnahmen gelten für die Haupturlaubsmonate Juli bis September und können in besonderen Umständen oder in Gebieten mit schwieriger Personaldecke verlängert werden. Die endgültige Umsetzung hängt, wie die Behörde einräumt, maßgeblich von der Verfügbarkeit von Fachkräften ab.
Quelle: europapress.es