Mallorcas Feuerwehr wirbt in London für mehr Sicherheit

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Balearische Inseln

Mallorcas Feuerwehr wirbt in London für mehr Sicherheit

von Redaktion3 Min. Lesezeit

Prävention als Botschaft auf der Weltgrößten Reisemesse

Die Inselverwaltung von Mallorca nutzt die World Travel Market (WTM) in London, um ihre Sicherheitsstrategie für Besucher der Serra de Tramuntana zu präsentieren. Im Mittelpunkt steht dabei die Botschaft, dass Vorsorge der beste Schutz sei – ein Ansatz, den die Behörden nun gezielt an internationale Gäste kommunizieren. Wie der Consell de Mallorca mitteilte, wurden die Empfehlungen nicht nur auf dem Messegelände vorgestellt, sondern anschließend auch direkt im Stadtzentrum der britischen Hauptstadt verteilt.

Gestiegene Mittel für die Feuerwehr

Die Sicherheitsoffensive geht mit einer deutlichen finanziellen Aufstockung des Feuerwehrhaushalts einher. Nach Angaben der Inselverwaltung sind die Ausgaben für das Einsatzkorps in der aktuellen Legislaturperiode um 24 Prozent gestiegen. Bis zum Jahr 2026 sollen die Investitionen demnach ein Volumen von 32 Millionen Euro erreichen. Die Behörden sehen darin eine Grundlage für die verbesserte Ausrüstung und personelle Aufstellung des Rettungsdienstes.

Informationskampagne für Wanderer

Begleitend zur Messe in London präsentierte der Inselrat ein Video mit dem Titel "Una tierra que cuida de ti", das der mallorquinische Filmemacher Rubén Capilla produziert hat. Die Produktion verbindet Aufnahmen der Küstenlandschaft, der Gebirgsregion und der Dörfer mit Szenen aus dem Einsatzalltag der Feuerwehr – zu Land, zu Wasser und aus der Luft.

Die in London verteilten Faltblätter richten sich speziell an Wanderer und Tagesausflügler. Sie enthalten konkrete Handlungsempfehlungen: die Wettervorhersage prüfen, Touren an die eigene Kondition anpassen, ausreichend Wasser und Verpflegung mitführen sowie wetterfeste Kleidung und geeignetes Schuhwerk tragen. Zudem raten die Einsatzkräfte dazu, Offline-Karten herunterzuladen, das Mobiltelefon vollständig aufzuladen und Dritte über die geplante Route zu informieren.

Ein weiterer Schwerpunkt der Empfehlungen liegt auf dem Verhalten in der Natur. Die Wanderer werden angehalten, markierte Wege nicht zu verlassen, die Gruppe beisammen zu halten und bei Verschlechterung der Bedingungen umzukehren. Das Faltblatt stellt zudem einen direkten Zusammenhang zwischen Sicherheit und Landschaftsschutz her: Es verweist auf die Bedeutung der Brandvermeidung, den respektvollen Umgang mit privaten Grundstücken und Zugangswegen sowie den Schutz der historischen Trockensteinmauern. Auch die Pflicht, Abfälle wieder mitzunehmen, wird thematisiert.

Rettungshubschrauber als Erfolgsmodell

Der Präsident des Inselrats, Llorenç Galmés, lobte bei dem Termin ausdrücklich die Arbeit der Feuerwehr und formulierte den Grundsatz, dass der Genuss Mallorcas auch Respekt und verantwortungsvolles Handeln bedeute. Besondere Aufmerksamkeit widmeten die Verantwortlichen dem Rettungshubschrauber „sa Milana“, der in den ersten 15 Monaten seines Dienstes rund 250 Einsätze geflogen hat. Die Einsatzstatistik weist mehr als 210 Bergrettungen, etwa 30 Einsätze bei Bränden und acht Suchaktionen aus. Galmés bezeichnete den Hubschrauber als Schlüssel zur Rettung von Menschenleben – besonders in den Sommermonaten, in denen sich die meisten Rettungseinsätze im Gebirge der Tramuntana konzentrieren.

Modernisierung und neue Spezialeinheiten

Über den Hubschrauber hinaus investiert der Inselrat in die grundlegende Modernisierung des Korps. Acht Millionen Euro fließen demnach in die Erneuerung der Fahrzeugflotte. Zudem wurden 86 zusätzliche Planstellen für Feuerwehrleute geschaffen. Drei neue Spezialeinheiten sind in Dienst gestellt worden: eine Unterwassereinheit, eine Hundestaffel und eine Drohnengruppe mit Nachtsichttechnik. Diese Maßnahmen sind Teil eines umfassenden Konzepts, das die Sicherheit für Einwohner und Gäste gleichermaßen erhöhen soll.

Wie die britischen Besucher der WTM nun erfuhren, versteht sich die Insel zunehmend als Reiseziel, das nicht nur landschaftliche Reize, sondern auch ein hohes Maß an Sicherheit und Rettungsinfrastruktur bietet – eine Botschaft, die angesichts wachsender Touristenzahlen und steigender Anforderungen an den Rettungsdienst an Bedeutung gewinnen dürfte.


Quelle: europapress.es

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