
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Lehrkräfte in Valencia für unbefristeten Streik
Abstimmung mit klarem Ergebnis
Die Bildungslandschaft in der Valencianischen Gemeinschaft steht vor einem heißen Frühjahr. Nach einer groß angelegten Umfrage unter fast 10.000 Lehrkräften sprechen sich 38 Prozent für den Start eines unbefristeten Streiks am 11. Mai aus. Eine weitere Option, den Ausstand erst am 25. Mai zu beginnen, fand bei 23 Prozent der Befragten Zustimmung. Die Umfrage wurde von den großen Gewerkschaften STEPV, CCOO und UGT durchgeführt, wie aus deren veröffentlichten Ergebnissen hervorgeht.
Verschiedene Streikmodelle im Gespräch
Nicht nur der Zeitpunkt, auch die Form des Streiks wurde abgefragt. Etwa 21 Prozent der teilnehmenden Pädagogen würden einen gestaffelten Streik, der nacheinander in den verschiedenen Provinzen beginnt, ab dem 11. Mai unterstützen. Für eine solche, dezentrale Variante ab dem 25. Mai sprachen sich 18 Prozent aus. Unter Einbeziehung eines gewichteten Wahlsystems, das die Präferenzen stärker berücksichtigt, bleibt der 11. Mai als Startdatum vorne. Die endgültige Entscheidung über die Streikausrufung soll in einer Versammlung am kommenden Mittwoch getroffen werden.
Breite Unterstützung trotz individueller Hürden
Die Umfrage offenbart eine überwältigende grundsätzliche Streikbereitschaft. 77 Prozent der teilnehmenden Lehrerinnen und Lehrer signalisierten, dass sie den Ausstand „in jedem Format und zu jedem Zeitpunkt“ unterstützen würden. Lediglich 23 Prozent äußerten sich ablehnend. Interessanterweise liegt der Grund für diese Ablehnung laut Gewerkschaftsangaben meist nicht in einer prinzipiellen Gegnerschaft. Viele der ablehnenden Stimmen verwiesen auf materielle oder familiäre Gründe wie finanzielle Engpässe, familiäre Verpflichtungen oder die besondere Belastungssituation zum Schuljahresende.
Druck auf die Regionalregierung
Hintergrund der geplanten Maßnahmen sind ungelöste Konflikte zwischen den Lehrergewerkschaften und der Regionalregierung. Bereits am vergangenen Freitag hatten die fünf in der Bildungskommission vertretenen Gewerkschaften – STEPV, ANPE, CSIF, CCOO und UGT – ein Treffen mit dem Präsidenten der Regionalregierung, Juanfran Pérez Llorca, beantragt. Ihr Ziel ist es, eine „echte Verhandlung“ über die Forderungen des Kollektivs in Gang zu setzen. Die Streikplattform wird von STEPV, UGT, CCOO und CSIF getragen. Letztere Gewerkschaft hat parallel eine eigene Befragung ihrer Mitglieder zur Streikbereitschaft gestartet.