
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Hitzewelle vernichtet über 60% der Rosinen-Ernte in Almáchar
Dramatische Verluste im Weinbau
Die Gemeinde Almáchar in der Provinz Málaga schlägt Alarm: Die anhaltende Hitzewelle im Juli und August hat die diesjährige Rosinen-Ernte nahezu dezimiert. Nach Angaben des Rathauses sind mehr als 60 Prozent der Ernte ausgefallen – ein Schlag, der viele Familienbetriebe in ihrer Existenz bedroht.
Bürgermeister Antonio Yuste Gámez hat sich in einem Schreiben an die neue Delegierte der andalusischen Landwirtschaftsbehörde in Málaga, Laura Soto García, gewandt. In dem Brief schildert er die prekäre Lage: Die Temperaturen blieben nicht nur tagsüber extrem hoch, sondern auch in den Nächten, sodass die Reben einem massiven Hitze- und Trockenstress ausgesetzt waren. Dies habe den natürlichen Reifungs- und Trocknungsprozess der Trauben empfindlich gestört. Die Folge sind nicht nur geringere Mengen, sondern auch ein deutlicher Qualitätsverlust im Vergleich zu normalen Jahren.
Ein Kulturgut von Weltrang
Die Rosinenproduktion in der Axarquía ist kein gewöhnliches Gewerbe. Sie ist von der UN-Organisation FAO als „System des wichtigen landwirtschaftlichen Welterbes“ (SIPAM) ausgezeichnet worden. Diese Anerkennung unterstreicht, wie eng die Kulturlandschaft, die lokale Wirtschaft und die Identität der Region mit diesem Anbau verbunden sind. Der Verlust trifft also nicht nur die Bauern finanziell, sondern berührt auch das kulturelle Erbe.
Der Bürgermeister fordert die Junta de Andalucía nun auf, unverzüglich technische Inspektionen in den betroffenen Weinbergen durchzuführen, um das Ausmaß der Schäden offiziell festzustellen. Darüber hinaus sollen finanzielle Hilfsmaßnahmen oder Kompensationsmechanismen geprüft werden, um die wirtschaftlichen Folgen für die betroffenen Familien abzufedern. Ohne schnelle Unterstützung, so die Sorge im Rathaus, könnten viele Betriebe die Kosten für die Pflege ihrer Anlagen nicht mehr tragen.
Wie Axarquía Plus berichtet, ist die Lage in der gesamten Region angespannt. Die Gemeinde Almáchar hofft nun auf ein schnelles Eingreifen der Behörden, bevor die nächste Saison beginnt.
Quelle: axarquiaplus.es