Axarquía-Gemeinden fordern Busanbindung

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

velez-malaga

Axarquía-Gemeinden fordern Busanbindung

von Jonas Beck

Die Gemeinden im Inneren der Axarquía drängen auf eine bessere Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz. Die Bürgermeister von Almáchar und El Borge, Antonio Yuste und Raúl Vallejo, haben offiziell bei der andalusischen Regionalregierung die Einrichtung einer regelmäßigen Busverbindung beantragt. Wie die Lokalzeitung Axarquía Plus berichtet, richteten sie entsprechende Schreiben an die zuständige Consejería de Fomento, Articulación del Territorio y Vivienda.

Konkrete Route entlang der MA-3112

Die gewünschte Linie soll Vélez-Málaga mit Benamocarra, Almáchar und El Borge verbinden. Als zentrale Achse ist die Landstraße MA-3112 vorgesehen. Mit dem Vorstoß reagieren die Kommunalpolitiker auf ein strukturelles Defizit: Viele Einwohner der ländlichen Gemeinden sind für alltägliche Wege auf den eigenen Pkw angewiesen.

Zugang zu Klinik und Behörden im Fokus

Die geplante Verbindung hätte primär eine Versorgungsfunktion. Sie soll den Bewohnern den Zugang zum Hospital Comarcal de la Axarquía, zu weiterführenden Schulen, öffentlichen Verwaltungen und Arbeitsplätzen sichern. Zudem wäre ein Umstieg auf die Linien des Consorcio de Transporte Metropolitano del Área de Málaga möglich, was die Region besser an die Provinzhauptstadt anbinden würde.

Aufnahme Vélez-Málagas als Katalysator

Die Bürgermeister bewerten den jüngsten Beitritt Vélez-Málagas zum Metropolverbund als wichtigen Fortschritt. Sie betonen jedoch, dass dies nicht als Abschluss, sondern als Startpunkt einer neuen Entwicklungsphase verstanden werden müsse. Die jetzige Initiative ziele darauf ab, den öffentlichen Nahverkehr endlich flächendeckend in die Axarquía zu tragen.

Forderung nach territorialer Gerechtigkeit

Nach Ansicht von Yuste und Vallejo ist die Verkehrsfrage auch eine Frage des territorialen Gleichgewichts. „Die Mobilität ist eine Frage des territorialen Gleichgewichts. Die Bewohner ländlicher Gemeinden müssen einfacheren Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen und den Chancen des Ballungsraums erhalten“, so die beiden Bürgermeister. Sie plädieren für ein Umdenken in der Verkehrsplanung, das die Abhängigkeit vom Privatfahrzeug reduziert und die Chancengleichheit zwischen Stadt und Land erhöht.

Nächste Schritte

Die Regionalregierung wurde gebeten, den Vorschlag in ihre laufende Planung aufzunehmen. Parallel dazu haben die Bürgermeister um ein persönliches Gespräch mit Verantwortlichen der Consejería gebeten, um die Machbarkeit und die Details der Streckenführung zu erörtern. Sie sehen in der geplanten Linie einen Beitrag zu einem „wettbewerbsfähigeren, nachhaltigeren und bedarfsgerechteren“ öffentlichen Nahverkehr für den ländlichen Raum der Axarquía.


Quelle: axarquiaplus.es