Extreme Temperaturen bedrohen Spanien

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Spanien

Extreme Temperaturen bedrohen Spanien

von Jonas Beck

Die spanische Wetterbehörde Aemet warnt vor einem signifikanten Hitzeereignis, das das Land ab Freitag erfasst. Wie die Agentur mitteilt, wird sich das Wettergeschehen durch eine stabile atmosphärische Lage und eine südliche Strömung zuspitzen. Eine in der Höhe liegende Kaltluftblase (DANA) westlich der Iberischen Halbinsel sowie ein Höhenrücken begünstigen den Zustrom einer sehr trockenen und heißen Luftmasse.

Beginn der Hitzephase

Bereits am heutigen Freitag gelten für acht autonome Gemeinschaften Hitzewarnungen. In Andalusien, Galicien und der Extremadura herrscht die zweithöchste Warnstufe Orange. Für Aragonien, Kastilien-León, Kastilien-La Mancha, Katalonien und die Region Madrid gilt die gelbe Warnstufe. Die Temperaturen werden laut Prognose am Samstag weiter ansteigen, besonders im nördlichen Drittel des Landes. Im Westen Galiciens könnten dann 36 bis 39 Grad erreicht werden. Im Südwesten Spaniens sind Werte von 38 bis 40 Grad möglich, in der südlichen Hochebene, dem Ebro-Tal und den Senken im Nordosten werden bis zu 38 Grad erwartet.

Eskalation am Sonntag

Der Höhepunkt der Hitzeperiode wird für Sonntag und Montag vorhergesagt. Die Aemet schließt nicht aus, dass sich ein offizielles Ereignis einer Hitzewelle einstellt. Am Sonntag sind verbreitet Höchstwerte von 36 bis 38 Grad in weiten Teilen des Festlandes und im Inland der Balearen prognostiziert. In den Tälern des Miño und des Ebro sowie in den Senken des Nordostens und im Südwesten könnten 38 bis 40 Grad erreicht werden. Die extremsten Spitzenwerte werden mit bis zu 42 Grad in den Tälern des Tajo, Guadiana und Guadalquivir erwartet. Der Wetterdienst Meteored bewertet die Situation ebenfalls als kritisch und hält es für sehr wahrscheinlich, dass ab Sonntag von einer offiziellen Hitzewelle gesprochen werden kann.

Gefahrenlage und Auswirkungen

Die Behörden stufen das Ereignis mit einem „bedeutenden Gefahrenniveau“ ein, insbesondere während der Mittagsstunden. Die Warnung richtet sich gezielt an Menschen, die sich im Freien aufhalten oder zu den Risikogruppen wie Ältere und Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen. Auch die Nächte bleiben in weiten Landstrichen extrem warm, was die Erholung erschwert und die gesundheitliche Belastung durch die anhaltende Hitze erhöht. Parallel dazu steigt die Waldbrandgefahr in vielen Regionen auf ein sehr hohes Niveau.

Ausblick auf die Folgetage

Die hohen Temperaturen halten bis Montag an. In den inneren Tälern des Kantabrischen Meeres werden 34 bis 36 Grad erwartet, im östlichen Teil sind lokal 40 Grad nicht ausgeschlossen. Ein allmählicher Temperaturrückgang zeichnet sich für Dienstag von Westen her ab, zuerst im äußersten Westen und am Dienstag im Kantabrischen Raum. Im Süden und Osten des Landes bleiben die Werte zunächst hoch. Für Dienstag prognostiziert die Aemet in weiten Teilen der Halbinsel erneut 36 bis 38 Grad, im Ebro-Tal 37 bis 39 Grad und in den Flusstälern des Südwestens und Südostens bis zu 40 Grad. Ein genereller und spürbarer Temperaturrückgang wird erst ab Mittwoch erwartet. Gleichzeitig steigt zu Beginn der nächsten Woche das Risiko für lokale, nachmittägliche Gewitter in den Gebirgsregionen, die jedoch nur geringe Niederschlagsmengen bringen dürften. (Basierend auf Berichten von Aemet und Meteored)


Quelle: 20minutos.es