Spaniens Sommer wird zur Achterbahnfahrt

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

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Spaniens Sommer wird zur Achterbahnfahrt

von Sabine Keller2 Min. Lesezeit

Ein Sommer, der keiner sein will

Es ist ein Sommer, der keiner sein will. Während die Thermometer am Dienstag noch einmal bis auf 40 Grad klettern, stehen die Vorzeichen für den Rest der Woche auf Sturm, Regen und Temperatursturz. Verantwortlich ist eine DANA – ein isoliertes Höhentief, das sich nicht entscheiden kann, ob es Spanien meiden oder heimsuchen will.

Und genau diese Unentschlossenheit macht die Lage so schwer kalkulierbar. Eine DANA ist kein Tief, das einfach durchzieht. Sie bleibt, pendelt und tankt neue Energie aus einem Trog über dem Atlantik. Wer jetzt noch von einem normalen Sommerspaß redet, hat nicht begriffen, was diese Woche auf Spanien zukommt.

Zwischen Hitze und Unwetter

Schon am Samstag hat die DANA in einigen Orten der Provinzen León und Castellón erhebliche Schäden angerichtet. Ein Vorgeschmack. Am Montag lag das Tief zwischen dem Golf von Cádiz und den Kanarischen Inseln und schickte neue Niederschläge. Am Dienstag zieht es sich kurz zurück, lässt es aber in den Pyrenäen und im Iberischen Gebirge nicht trocken.

Und dann kommt der Mittwoch: Die DANA rückt wieder näher, wird von einer atlantischen Trogwelle aufgesaugt und entlädt sich über weiten Teilen des Landes. Betroffen sind Galicien, die Kantabrische Küste, das östliche Andalusien, Murcia, der Süden und Osten von Kastilien-La Mancha sowie das Iberische Gebirge und die Pyrenäen. Dabei sind Hagel, schwere Sturmböen und Schlammregen mit Saharastaub möglich.

Am Donnerstag kreuzt die DANA dann die gesamte Halbinsel. Der Schwerpunkt liegt im Norden, aber auch die Balearen könnten erreicht werden. Am Freitag bleibt vor allem der Norden nass: in Kantabrien und im Baskenland am Morgen, später in den Pyrenäen, im Iberischen Gebirge und in Katalonien.

Warnungen sind keine Spielverderber

Wer jetzt meint, das sei übertrieben, sollte einen Blick auf die Warnkarte der Wetteragentur AEMET werfen. Für Dienstag gilt die Warnstufe Orange in Cáceres, Toledo, Jaén, Cuenca, Huesca, Lleida und Tarragona – bei Temperaturen, die vielerorts noch über 35 Grad liegen. Das ist die brutale Mischung, die Spanien in diesen Tagen ertragen muss: Hitze bis zum Umfallen und dann Unwetter, die alles auf den Kopf stellen.

Mit dem Mittwoch beginnt dann der Temperatursturz. Am Donnerstag liegen die Werte verbreitet fünf bis zehn Grad unter dem Normalwert. Nach 40 Grad im Guadalquivir-Tal klingt das nach Besserung. Aber es ist keine sanfte Abkühlung, sondern ein harter Schnitt. Auch die Nächte werden spürbar frischer.

Die Natur macht keine Ferien

Was bleibt, ist eine simple Erkenntnis: Der Sommer, den viele aus Spanien kennen, ist in dieser Woche ausgesetzt. Die DANA zeigt, wie verletzlich die Halbinsel gegenüber Wetterextremen ist. Wer die Warnungen ignoriert, spielt russisches Roulette mit der Natur. Und die Natur gewinnt bekanntlich immer.

Quellen: AEMET-Wetterwarnungen · 20minutos


Quelle: 20minutos.es

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