Drogenring in Luxusvillen ausgehoben

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Madrid

Drogenring in Luxusvillen ausgehoben

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Internationaler Schlag gegen Drogenhandel

Die spanischen Sicherheitskräfte haben gemeinsam mit Europol ein international operierendes Drogenkartell zerschlagen. Wie die Polizei mitteilte, gelang es den Ermittlern, ein Netzwerk zu zerschlagen, das in großem Stil Kokain nach Europa einführte und die Gewinne anschließend in Prestigeprojekten auf der Iberischen Halbinsel wusch.

Im Rahmen der groß angelegten Aktion wurden 27 mutmaßliche Mitglieder der Bande festgenommen. Die Verhaftungen erfolgten in mehreren spanischen Provinzen sowie in der Dominikanischen Republik. Die größte Gruppe von Verdächtigen wurde mit 14 Personen in Madrid gefasst, weitere Festnahmen gab es in Almería, Ibiza, Málaga, León und Pontevedra.

Luxus als Geldwäsche-Masche

Die Organisation soll ihre illegalen Einnahmen nicht nur in diskrete Finanzprodukte gesteckt, sondern massiv in den Immobilienmarkt investiert haben. Nach Angaben der Ermittler erwarb das Netzwerk Villen und Wohneinheiten in den exklusivsten Lagen von Ibiza, Marbella und Madrid. Auch im Ausland, insbesondere in der Dominikanischen Republik und in Dubai, soll investiert worden sein. Diese Strategie diente offenbar dazu, den Drogengeldern einen legalen Anstrich zu geben.

Ermittlungen nach Krypto-Spuren

Ausgangspunkt der Untersuchungen war die Analyse verschlüsselter Kommunikationsdienste im September 2023. Dabei stießen die Fahnder auf Hinweise, die zu vier bereits erfolgten Kokain-Beschlagnahmungen in Panama führten. Insgesamt handelte es sich dabei um mehr als 1,5 Tonnen der Droge.

Die Durchsuchungen, an denen auch die portugiesische Justizpolizei beteiligt war, förderten umfangreiches Beweismaterial zutage: 40 hochwertige Fahrzeuge, zwei Boote, sechs Schusswaffen und digitale Vermögenswerte im Wert von über 1,3 Millionen USDT wurden sichergestellt. Darüber hinaus beschlagnahmten die Beamten Bargeld in verschiedenen Währungen.

Drahtzieher im Visier

Wie die Behörden weiter ausführten, handelte es sich bei der zerschlagenen Zelle um den spanischen Arm einer größeren kriminellen Vereinigung. Diese wird von bekannten Größen des internationalen Drogenhandels angeführt und verfügt über erhebliche operative und finanzielle Ressourcen. Die Ermittlungen wurden von der Audiencia Nacional in Madrid geleitet, wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet.


Quelle: europapress.es

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