36 Jahre Haft für Dreifachmord bestätigt

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Madrid

36 Jahre Haft für Dreifachmord bestätigt

von Redaktion1 Min. Lesezeit

Höchstrichterliche Entscheidung

Der Tribunal Supremo hat das Urteil gegen Dilawar Hussein rechtskräftig bestätigt. Der Mann war für den Tod dreier Brüder in der Gemeinde Morata de Tajuña nahe Madrid verantwortlich gemacht worden. Die Höchststrafe von 36 Jahren Haft bleibt damit bestehen, wie aus dem nun veröffentlichten Urteil hervorgeht.

Brutales Verbrechen aus Geldnot

Die Tat ereignete sich im Dezember 2023. Hussein erschlug die drei älteren Männer mit einem Eisenstab – die Ermittler gehen von einem Streit um eine Geldschuld als Motiv aus. Die Opfer erlitten schwere Kopfverletzungen, an denen sie noch am Tatort starben. Besonders schwer wiegt aus Sicht der Richter, dass der Täter zwei Tage später zurückkehrte und die Leichen der bereits Verstorbenen in Brand setzte.

Kein Geständnisbonus

Die Richter bewerteten das Vorgehen als außergewöhnlich grausam. Die Gewalt gegen die betagten Männer sei "exorbitant" gewesen, die Ausführung zeuge von "außergewöhnlicher Aggressivität" und einem "Plus an Perfidie", so die Formulierung im Urteil. Das Gericht bestätigte zudem die Entscheidung, eine Strafmilderung wegen eines Geständnisses abzulehnen. Hussein hatte sich erst 35 Tage nach der Tat bei der Guardia Civil gestellt – zu einem Zeitpunkt, als die Ermittlungen gegen ihn bereits liefen. Die Verteidigung war mit ihrem Antrag auf eine mildere Strafe bereits vor dem Madrider Obergericht gescheitert.

Schutz für die Opfer

Der Oberste Gerichtshof stellte zudem klar, dass ein Geständnis nur dann strafmildernd wirkt, wenn es die Ermittlungen tatsächlich voranbringt. Im vorliegenden Fall sei die Beweislage bereits erdrückend gewesen, ein Geständnis habe keine neue Qualität geliefert. Die Richter betonten, dass auch die Opfer und die Staatsanwaltschaft ein Recht auf ein faires Verfahren haben – die Geschworenenjury hatte die Angeklagten in allen Punkten schuldig gesprochen.


Quelle: europapress.es

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