
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Zweite Festnahme nach Molotow-Aufrufen
Ermittlungen gegen Blocus-Netzwerk
Die spanische Nationalpolizei hat am Freitagmorgen in der Gemeinde Alfafar in der Provinz Valencia einen 18-jungen Mann festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, über Messengerdienste zur Herstellung und zum Einsatz von Molotow-Cocktails aufgerufen zu haben. Wie die Polizeibehörde mitteilte, soll der Festgenommene Teil des Netzwerks „Blocus Vlc“ gewesen sein.
Verdacht auf geplante Krawalle
Der junge Mann soll in mehreren Chatgruppen, die bereits am Mittwoch zur Anzeige gebracht worden waren, aktiv Plünderungen und Diebstähle in Geschäften der Innenstadt von Valencia für den kommenden Samstag propagiert haben. Nach Angaben der Ermittler habe er dazu aufgerufen, mit Brandflaschen ein Chaos zu erzeugen. Das Ziel: Die Sicherheitskräfte sollten abgelenkt werden, um zeitgleich Läden ausrauben zu können.
Detaillierte Anleitungen und konkrete Ziele
Den bisherigen Erkenntnissen zufolge beschränkte sich der Beschuldigte nicht nur auf allgemeine Aufrufe. Er soll detailliert erklärt haben, wie die Brandsätze herzustellen sind. Zudem habe er eine genaue Vorgehensweise beschrieben und bestimmte Geschäfte im Zentrum Valencias als mögliche Ziele benannt. Auffällig sei, dass er ausdrücklich darauf hingewiesen habe, das Protestcamp auf der Plaza del Ayuntamiento zu respektieren und nicht zu beschädigen.
Juristische Einordnung und weiteres Vorgehen
Gegen den jungen Mann wird nun wegen des Verdachts der Verschwörung zur Begehung von Straftaten gegen die öffentliche Ordnung sowie gegen das Eigentum ermittelt. Zudem wird die Mitgliedschaft in einer organisierten Gruppe geprüft. Die Polizei kündigte an, die Untersuchungen fortzusetzen. Es ist bereits der zweite Festgenommene innerhalb von 24 Stunden, der mit dem Blocus-Netzwerk in Verbindung gebracht wird. Zuvor war in Valencia der mutmaßliche Initiator der Gruppen festgenommen worden. Dieser hatte laut Staatsanwaltschaft die Chaträume eröffnet und dort Anweisungen erteilt. Die Behörden hatten die Kanäle inzwischen geschlossen. Gegen den 17-jährigen Erstfestgenommenen wurde Untersuchungshaft in einer Jugendeinrichtung angeordnet, wie die Behörden weiter mitteilten. Die laufenden Ermittlungen sollen nun klären, ob weitere Beteiligte in die Planungen verwickelt waren.
Wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, geht die Polizei davon aus, dass die Gruppen dazu dienten, die Aktionen zu koordinieren und weitere Teilnehmer zu rekrutieren.
Quelle: europapress.es