Wahllose Gewalt im Park von Galdakao

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Galdakao

Wahllose Gewalt im Park von Galdakao

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Brutaler Überfall auf harmlose Spaziergänger

Wer im öffentlichen Raum einer spanischen Kleinstadt einen Nachmittag im Park verbringt, will Ruhe, kein Blutbad. Doch genau das ist am Freitag in Galdakao im Baskenland passiert – und die Umstände sind bezeichnend für ein Justizsystem, das notorische Gewalttäter immer wieder auf freien Fuß setzt. Zwei Personen, ein 56-jähriger Mann und eine 44-jährige Frau, haben in einem örtlichen Park offenbar grundlos zwei andere Menschen attackiert. Die Bilanz: ein Mann mit vier blutenden Stichwunden, eine Frau mit schweren Kopfverletzungen, beide mussten ins Krankenhaus.

Die Tat: Heimtücke statt Notwehr

Die Ereignisse am späten Freitagnachmittag lesen sich wie ein Lehrstück in Sachen Feigheit. Wie das baskische Innenministerium mitteilte, gingen die Angreifer mit einem Punzón, einem spitzen Stichel, auf einen 53-jährigen Mann los. Als dessen 50-jährige Begleiterin mutig dazwischenging, schlug ihr die Frau mit einer massiven Metallstange auf den Schädel. Der Mann wurde danach ebenfalls mit der Stange traktiert – zusätzlich zu seinen Stichverletzungen, die von den Ermittlern als „stark blutend" beschrieben wurden. Die Polizei fand das Tatwerkzeug später in der Nähe des Tatorts. Die Brutalität dieser Tat ist erschütternd, die Hilflosigkeit der Opfer angesichts eines derart ungleichen Duells offensichtlich.

Die Täter: Serienmäßig polizeibekannt

Das eigentlich Skandalöse aber folgt nach der Festnahme. Die beiden Verdächtigen flohen zunächst, konnten aber kurz darauf in der Nähe aufgegriffen werden. Bei der Überprüfung ihrer Personalien hätte jedem Beamten der Kragen platzen müssen: Der 56-jährige Mann war bereits 25 Mal von der Ertzaintza festgenommen worden. Seine Komplizin, 44 Jahre alt, brachte es auf 13 vorherige Festnahmen. 38 polizeiliche Vorgänge zwischen zwei Menschen – und keiner dieser Vorfälle hat offenbar dazu geführt, dass sie von der Straße verschwunden sind. Stattdessen terrorisieren sie nun Unbeteiligte im Grünen. Das ist keine Einzelfall-Posse, das ist ein systemisches Versagen. Wer fast vier Dutzend Male mit dem Gesetz in Konflikt gerät, hat in der Justizkette längst mehrfach die Chance auf eine Therapie, eine Wegweisung oder eine deutlich längere Haftstrafe gehabt. Dass es dazu nicht kam, spricht Bände über die laxen Regelungen im spanischen Strafrecht – und über die Prioritäten der Justizbehörden.

Die Konsequenz: Lasst die Opfer nicht im Regen stehen

Die beiden Opfer, 53 und 50 Jahre alt, tragen jetzt nicht nur körperliche Narben davon. Wer im Park Opfer einer wahllosen Attacke wird, verliert das Urvertrauen in die Sicherheit des öffentlichen Raums. Die zuständigen Richter sind nun gefordert, ein Exempel zu statuieren. Untersuchungshaft ist hier nicht nur angebracht, sie ist zwingend – zur Sicherheit der Bevölkerung und als Zeichen, dass solche Serientäter nicht einfach weitermachen können. Wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, wurden die Verdächtigen bereits in Polizeigewahrsam genommen und sollen einem Richter vorgeführt werden. Alles andere als eine sofortige Inhaftierung wäre eine weitere Ohrfeige für alle, die sich in Spaniens Städten noch sicher fühlen wollen. Es ist höchste Zeit, dass die Justiz endlich die Schutzbedürftigen schützt – und nicht die Täter verwöhnt.


Quelle: europapress.es

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