
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Vélez-Málaga übernimmt Verantwortung für 24 Siedlungen
Ein historischer Schritt für die Stadterneuerung
In seiner April-Sitzung hat der Stadtrat von Vélez-Málaga einen zentralen Beschluss für die städtische Infrastruktur gefasst. Mit einstimmigem Votum wurde eine punktuelle Änderung des allgemeinen Bebauungsplans (PGOU) beschlossen. Kerninhalt ist die Abschaffung der Verpflichtung zur Bildung sogenannter „Entidades Urbanísticas de Conservación“ (EUC) – privater Erhaltungsgemeinschaften – für insgesamt 24 Wohnsiedlungen im Stadtgebiet. Dies wurde, wie der für Stadtplanung zuständige Stadtrat Celestino Rivas erläuterte, bereits am 4. März 2026 durch ein positives Gutachten der andalusischen Regionalregierung, konkret der zuständigen Abteilung für territoriale Ordnung und Städtebau, vorbereitet.
Die Maßnahme stellt eine Reaktion auf eine lange bestehende Forderung der Anwohner dar. Künftig liegt die Verantwortung für die tägliche Wartung und Instandhaltung der gemeinschaftlichen Flächen dieser Urbanisationen bei der Stadtverwaltung. Laut Angaben aus der Sitzung profitieren davon rund 10.000 Einwohner. Der Stadtrat für Stadtplanung, Celestino Rivas, bezeichnete den Schritt als "entscheidend", um diese urbanistische Figur schrittweise abzubauen und die Zuständigkeiten auf die kommunale Ebene zu überführen.
Weitere Beschlüsse des Plenums: Von Budget bis Kulturerbe
Neben diesem städtebaulichen Hauptthema verabschiedete das Gremium weitere Vorhaben. Einstimmig gebilligt wurde das Projekt zur Einrichtung eines Stellplatzes für Wohnmobile auf einem Grundstück im Gewerbegebiet 36, initiiert von dem Unternehmen Venta La Redonda de la Axarquía S. L.
Eine lebhafte Debatte löste die vom Finanzstadtrat Manuel Gutiérrez vorgelegte Motion zu Anpassungen am Haushaltsentwurf 2026 aus. Es handele sich um notwendige Korrekturen, um die endgültige Zustimmung des zuständigen Ministeriums zu erhalten. Gutiérrez betonte, man werde dabei, wie stets, den Vorgaben der kommunalen Fachleute folgen.
Im Bereich dringlicher Angelegenheiten stimmte der Rat dem Antrag zu, dem Konsortium für metropolitanen Verkehr im Raum Málaga beizutreten. Bürgermeister Jesús Lupiáñez begründete den Schritt mit erwarteten Verbesserungen im öffentlichen Nahverkehr und potenziellen Kosteneinsparungen für die Nutzer. Der Beitritt soll am 1. Mai wirksam werden.
Kulturelles Erbe und städtisches Grün
Einstimmige Unterstützung fand auch der Antrag des Kulturressorts, das Erbe der in Vélez-Málaga geborenen Philosophin María Zambrano als bewegliches Kulturgut von herausragendem Interesse (BIC) in das andalusische Denkmalverzeichnis aufnehmen zu lassen. Das umfangreiche Archiv, das von der gleichnamigen Stiftung verwahrt wird, soll so gewürdigt und besser geschützt werden.
Abschließend wurde ein kommunaler Plan für Baumbestand und Schattenflächen vorgestellt. In einer ersten Phase sind Maßnahmen im Wert von 500.000 Euro für mehrere städtische Bereiche wie die Avenida de Las Naciones geplant. Zudem unterstützte der Rat den Vorschlag der VOX-Fraktion, in allen städtischen Kinderspielplätzen abnehmbare Sonnensegel zu installieren, um die Sicherheit der Kinder bei extremen Wetterbedingungen zu erhöhen.
Quelle: Sitzungsprotokoll des Plenos des Ayuntamiento de Vélez-Málaga vom April 2026 sowie begleitende Dokumente.