Vélez-Málaga verlängert Sperrstunde für Freisitze

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

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Vélez-Málaga verlängert Sperrstunde für Freisitze

von Jonas Beck

Neue Betriebszeiten für die Außengastronomie

In Vélez-Málaga an der Costa del Sol können Gastronomen ihre nicht überdachten Freisitze während der touristischen Hochsaison künftig länger nutzen. Wie die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung bekannt gab, wurde die Schließzeit für sogenannte „Terrazas sin toldos“ an Wochenenden und Feiertagen in drei definierten Zeiträumen auf 02:00 Uhr ausgeweitet.

Die Maßnahme tritt während der Sommermonate vom 15. Mai bis zum 15. September, in der Karwoche vom Palmsonntag bis Ostersonntag sowie in der Weihnachtszeit vom 5. Dezember bis zum 5. Januar in Kraft. An allen anderen Tagen gelten die regulären Sperrzeiten.

Maßnahme folgt auf Forderungen der Wirtschaft

Laut den zuständigen Beigeordneten, Jesús Pérez Atencia (Tourismus) und Beatriz Gálvez (Industrie und Handel), handelt es sich um eine Reaktion auf konkrete Forderungen der örtlichen Handels- und Unternehmerverbände aus Vélez-Málaga und dem Ortsteil Torre del Mar. Die Wirtschaftsvertreter hätten in monatelangen Gesprächen auf die Notwendigkeit hingewiesen, von Phasen hoher Besucherfrequenz besser profitieren zu können.

„Es handelt sich um einen der Sektoren, der im Stadtgebiet am meisten Leben, Arbeitsplätze und Wirtschaftsaktivität generiert“, wurde Pérez Atencia zitiert. Die Regelung solle die Gastronomie begünstigen, „immer im Rahmen der Legalität und unter Wahrung des Gleichgewichts zwischen wirtschaftlicher Entwicklung und dem Recht der Anwohner auf Ruhe“.

Bedingungen und Kontrollen bleiben bestehen

Die erweiterten Betriebszeiten sind an strenge Auflagen geknüpft. Wie die Beigeordnete Beatriz Gálvez betonte, werde die Einhaltung der städtischen Ordnungsvorschriften zum Zusammenleben überwacht. Bei wiederholten Beschwerden über Lärmbelästigung oder anderen Störungen können die Sondergenehmigungen widerrufen werden, und es greifen wieder die allgemeinen Sperrzeiten.

Zudem bleibt der Konsum von Alkohol auf öffentlichen Straßen außerhalb der lizenzierten Gastronomiebereiche weiterhin verboten. Die Stadt kündigte an, die Kontrollen zu verstärken, um dies durchzusetzen.

Ziel: Belebung der Innenstädte und Wirtschaftskraft

Aus Sicht der Stadtregierung ist die getroffene Entscheidung ein Beispiel für einen ausgewogenen und dialogorientierten Regierungsstil. Sie zeige, dass man „vom Dialog aus regieren“ könne, indem man die Verbände höre und gleichzeitig den rechtlichen Rahmen der andalusischen Regionalregierung wahre.

Die erhofften Effekte sind wirtschaftlicher Natur: Durch die längeren Öffnungszeiten sollen sich mehr Geschäftsmöglichkeiten ergeben, die Attraktivität für Einheimische und Touristen steigen und letztlich Arbeitsplätze gesichert und geschaffen werden. Die Maßnahme stellt einen weiteren Versuch dar, die wirtschaftliche Erholung in der Region Axarquia nach der Pandemie zu unterstützen und die lokale Gastronomie zu stärken.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Vélez-Málaga, wiedergegeben durch Axarquía Plus.


Quelle: axarquiaplus.es