Telegram sperrt Krawall-Account nach Barcelona-Unruhen

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Barcelona

Telegram sperrt Krawall-Account nach Barcelona-Unruhen

von Redaktion1 Min. Lesezeit

Telegram zieht Konsequenzen

Der Messengerdienst Telegram hat am Dienstag einen Account gesperrt, der maßgeblich an der Organisation der schweren Krawalle am vergangenen Samstag in Barcelona beteiligt war. Wie in der Gruppe selbst angezeigt wird, wurde das Profil mit dem Namen „Blocus-BCN“ wegen eines Verstoßes gegen die Nutzungsbedingungen geschlossen.

Eskalation am Wochenende

Am Samstag war es im Zentrum der katalanischen Hauptstadt zu schweren Ausschreitungen gekommen. Die Polizei hatte den zentralen Platz Catalunya weiträumig abgeriegelt und ging teils mit Räumungen gegen die Demonstranten vor. Die Sicherheitskräfte standen dabei einer gewaltbereiten Menge gegenüber, die Barrikaden errichtete und Feuerwerkskörper auf die Beamten abfeuerte.

Politischer Druck zeigte Wirkung

Die Sperrung erfolgt nur einen Tag, nachdem die katalanische Innenministerin Núria Parlon die Messaging-Plattformen öffentlich aufgefordert hatte, Gruppen zu schließen, die „Jugendliche zu Straftaten und Gewalt anstiften“. Parlon hatte dabei explizit auf die Rolle solcher Kanäle bei der Mobilisierung für die Unruhen verwiesen. Ob weitere Accounts folgen werden, ist bislang unklar. Die Behörden dürften jedoch weiterhin ein wachsames Auge auf die digitalen Mobilisierungskanäle haben, wie die spanische Nachrichtenagentur Europa Press berichtet.


Quelle: europapress.es

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