
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Studententicket in Murcia für zwölf Euro
Neues Tarifmodell senkt Kosten drastisch
Wer in Murcia studiert, soll ab dem kommenden Monat deutlich weniger für den Nahverkehr bezahlen. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, startet am 1. Dezember eine neue Tarifstruktur, die Schülern und Studenten gegen eine geringe Gebühr unbegrenzte Fahrten mit Bus und Straßenbahn ermöglicht. Der reguläre Preis für das Sonderticket wurde von ursprünglich geplanten 25 auf nun 20 Euro gesenkt. Da auf dieses Angebot die landesweit gültige Subvention von 40 Prozent für Mehrfahrtenkarten angerechnet wird, reduziert sich der Eigenanteil für die Nutzer auf zwölf Euro pro Monat.
Großzügiger Geltungsbereich ohne Altersgrenze
Die Regelung gilt nicht nur für die Studierenden der Universität Murcia und der katholischen Privatuniversität UCAM. Das Angebot erstreckt sich nach Angaben des Rathauses auf alle Personen, die sich in formaler Ausbildung befinden – unabhängig davon, ob sie eine allgemeinbildende Schule, ein Gymnasium oder eine Berufsschule besuchen. Eine Altersgrenze für die Inanspruchnahme des günstigen Tarifs existiert demnach nicht; auch wer sich im Erwachsenenalter weiterqualifiziert, kann das Ticket erwerben.
Der für Mobilität zuständige Stadtrat José Francisco Muñoz begründete die Politik mit dem Ziel, finanzielle Hürden für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel abzubauen. Man wolle sicherstellen, dass kein junger Mensch allein aus Kostengründen auf das Auto angewiesen sei oder auf den Bus verzichte. Das Ticket sei ein weiterer Baustein, um den Umstieg auf umweltfreundliche Mobilität zu attraktiveren.
Ausbau der Verbindungen flankiert das Ticket
Ergänzend zu dem neuen Preismodell verweist die Stadt auf bereits umgesetzte Verbesserungen im Streckennetz. So wurde die Taktung auf den Linien zu den verschiedenen Campus-Standorten erhöht. Auch die Nutzung des sogenannten Tranvibús, einer Schnellbusverbindung zwischen dem Gesundheitscampus und dem Stadtzentrum, bleibt bis zum Ende des laufenden Studienjahres kostenlos.
Darüber hinaus kündigte die Verwaltung die Einführung neuer Nachtfahrten an. Diese sollen das Angebot erweitern und zu späteren Zeiten eine Alternative zum Individualverkehr darstellen. Muñoz betonte, man wolle den öffentlichen Personennahverkehr zum Rückgrat der städtischen Fortbewegung machen, der rund um die Uhr eine echte Option biete. Die Maßnahmen seien in Abstimmung mit den örtlichen Hochschulen entwickelt worden, wie die Behörde weiter mitteilte.
Quelle: europapress.es