
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Streit um Grünfläche vor Palmas Küste
Geplante Bebauung löst Widerstand aus
Am vergangenen Samstag versammelten sich Dutzende Anwohner auf einer Freifläche im Stadtgebiet von Palma de Mallorca. Ihr Protest richtet sich gegen ein städtisches Bauvorhaben, das auf den angrenzenden Grundstücken zum ehemaligen Gesa-Gebäude zwei kommunale Einrichtungen und einen Parkplatz vorsieht. Die Demonstration wurde von der Bürgerinitiative "Parc Sí" organisiert, wie von Teilnehmern vor Ort bestätigt wurde.
Sichtbarmachen der geplanten Dimensionen
Um den vermeintlichen Verlust an öffentlichem Raum zu verdeutlichen, markierten die Protestierenden den geplanten Baufuhr mit Absperrband und Hinweisschildern. Ein Sprecher der Initiative erklärte gegenüber anderen Demonstrierenden, dies solle der Bürgerschaft vor Augen führen, welche Fläche dem Projekt zum Opfer fallen und damit als frei zugänglicher Raum verloren gehen würde.
Die Pläne der Stadtverwaltung
Die städtische Administration hatte, wie aus offiziellen Dokumenten hervorgeht, das historische Gesa-Gebäude und die angrenzenden Brachflächen erworben. Das Hauptgebäude soll saniert und zu einem Kulturzentrum mit Ausstellungsräumen, einer Bibliothek oder Stadtarchiven umgenutzt werden. Auf den flankierenden Grundstücken sind weitere kommunale Einrichtungen sowie ein unterirdisches Parkhaus projektiert.
Differenzierte Kritik und Alternativvorschlag
Die Anwohner lehnen, wie ihre Vertreter darlegten, nicht die Sanierung des denkmalwürdigen Gesa-Gebäudes ab. Ihre Kritik konzentriert sich auf die geplanten Nebenbauten. Sie argumentieren, das bestehende Gebäude biete mit einer Fläche von 15.000 Quadratmetern ausreichend Raum, um auch die zwei geplanten zusätzlichen Einrichtungen unterzubringen. Statt der weiteren Versiegelung setzt sich "Parc Sí" für die Schaffung eines großen öffentlichen Parks ein, der als "grüne Lunge" in Küstennähe dienen soll. Die Initiative wartet derzeit noch auf die Bekanntgabe des Siegerentwurfs im laufenden Ideenwettbewerb für das Areal.
Berichtet auf Grundlage von Augenzeugenberichten und amtlichen Projektunterlagen.
Quelle: europapress.es