Streikaufruf richtet sich gegen Wohnungskrise

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Balearische Inseln

Streikaufruf richtet sich gegen Wohnungskrise

von Redaktion1 Min. Lesezeit

Tourismus als Kernproblem

Die Bewegung „Menys turisme, més vida“ (Weniger Tourismus, mehr Leben) hat die Bevölkerung auf Mallorca aufgerufen, sich dem landesweiten Streik am 11. November anzuschließen. Die Plattform fordert, die zunehmende Tourismusflut in den Mittelpunkt der Debatte über die Wohnungskrise auf der Insel zu rücken.

Lebenshaltungskosten und Wohnungsnot

In einer Stellungnahme betont die Plattform, dass die hohen Lebenshaltungskosten und die Wohnungssituation maßgeblich zur aktuellen Misere beitragen. Der bevorstehende Streik sei das richtige Werkzeug der Arbeitnehmerschaft, um einen Wandel herbeizuführen. Die Organisation ruft die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich in den bereits bestehenden Nachbarschafts- und Dorfkomitees zu engagieren, um dem Protest Nachdruck zu verleihen und die eigene organisatorische Stärke zu demonstrieren.

Spekulation statt Lebensraum

Mit Blick auf die Lage auf den Balearen argumentiert die Gruppe, dass das Wohnungsproblem in weiten Teilen auf die Tourismusflut sowie auf die damit einhergehende Immobilien- und Finanzspekulation zurückzuführen sei. Diese Spekulation begleite den Verkauf eines „Paradieses“, das für viele Beschäftigte und Anwohner zunehmend zum Albtraum werde.

Systemischer Wandel gefordert

Der Streik gehe über einzelne Forderungen hinaus, so die Plattform weiter. Die Basisbewegung und die Komitees hätten das Potenzial, ein Wirtschaftsmodell zu verändern, das bisher unantastbar schien. „Hoteliers, Vermieter, Geierfonds, Politiker und Unternehmer sind Teil eines Systems, das auf unsere Kosten lebt“, heißt es in dem Kommuniqué. „Wenn wir aufhören, Mieten zu zahlen, unsere Arbeitsplätze nicht mehr aufsuchen oder ihre Geschäfte meiden, brechen die Logiken und Dynamiken zusammen, die dieses System stützen“, so die Aktivisten abschließend, wie Europa Press berichtet.


Quelle: europapress.es

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