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Staatsanwaltschaft geht gegen Bestard vor
Die Staatsanwaltschaft der Balearen will den Vizepräsidenten des Inselrats von Mallorca, Pedro Bestard, vor Gericht bringen. Gegen den Politiker der Partei Vox wurde nach einer mehrmonatigen Prüfung eine Anzeige wegen des Verdachts der Unterschlagung eingereicht, wie mehrere spanische Medien übereinstimmend berichten.
Auslöser war eine Beschwerde der sozialistischen Fraktion im Inselrat vom vergangenen Juli. Die Sozialisten werfen Bestard vor, mehrere Fahrzeuge der Behörde über einen längeren Zeitraum systematisch für private Zwecke genutzt zu haben. Teilweise soll er die Dienstwagen sogar exklusiv für sich beansprucht haben – ohne dafür eine offizielle Genehmigung zu besitzen. Die Anschuldigungen umfassen neben der Veruntreuung öffentlicher Gelder auch den Vorwurf der Urkundenfälschung und des Amtsmissbrauchs.
Interne Prüfung mit offenem Ausgang
Bereits im Mai war der Fall öffentlich geworden. Daraufhin ließ der Präsident des Inselrats, Llorenç Galmés, eine interne Untersuchung einleiten. Deren Ergebnisse bestätigten, dass Bestard drei Fahrzeuge aus dem Fuhrpark der Umweltabteilung, die er selbst leitet, ohne entsprechende Berechtigung allein genutzt hatte. In den Berichten heißt es, dass dieses Verhalten „nicht angemessen“ sei, gleichzeitig wollte man sich nicht eindeutig auf einen Missbrauch festlegen.
Trotz dieser kritischen Einschätzung verzichtete der Inselrat darauf, disziplinarische Konsequenzen zu ziehen. Stattdessen wurde lediglich eine neue Dienstanweisung erlassen, die die Nutzung der offiziellen Fahrzeuge künftig strenger regeln soll. Die Sozialisten blieben jedoch hartnäckig: Sie forderten die Staatsanwaltschaft auf, weitere Beweise zu sichern und unter anderem die technischen Sekretariate des Umweltressorts sowie der Präsidentschaft zu befragen. Auch interne Akten zu den Fahrtenbüchern, Tankbelegen und GPS-Daten der Fahrzeuge sollten überprüft werden.
Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft stützen sich nun auf diese Unterlagen. Ob es tatsächlich zu einer Anklage und einem Prozess kommt, liegt nun in den Händen des zuständigen Gerichts.
Quelle: europapress.es