Linke Einheitskandidatur fordert Rechte heraus

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Balearische Inseln

Linke Einheitskandidatur fordert Rechte heraus

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Einheitskandidatur für den Senat

Mit einem klaren Bündnis will die linke Opposition Mallorcas bei den kommenden Senatswahlen punkten. Die Koalition Acord de Progrés per Mallorca stellte ihre Kandidaten für die Wahl am 29. November vor. Die Spitzenkandidatin Catalina Cladera von der PSOE betonte, das Bündnis sei die Antwort auf ein „koordiniertes Vorgehen von Rechten und Ultrarechten“.

Die Zusammenarbeit sei aus der gemeinsamen Regierungserfahrung der progressiven Kräfte auf den Inseln entstanden. Man trage Verantwortung in einer politisch entscheidenden Zeit. Cladera sieht die Wahl als wegweisend für den Erhalt sozialer Errungenschaften. Es gehe um Rechte, Freiheit, Wohnraum, Pensionen, öffentliche Dienste und den Schutz der eigenen Sprache.

Wechsel an der Spitze geplant

Auf Platz zwei der Liste steht der Universitätsprofessor Francisco González von Esquerra Unida. Sollte die Koalition zwei Senatssitze erringen, ist ein Wechsel geplant: González würde nur die erste Hälfte der Legislaturperiode im Senat sitzen. Anschließend würde Rosa Cursach von MÉS per Mallorca nachrücken, die im Wahlvorschlag als Nachrückerin geführt wird.

Weitere Plätze auf der Liste belegen Bea Gamundí, Quim Torres (PSIB-PSOE) und Víctor Robles (Sumar). Die Koalition versteht sich nicht nur als Bollwerk gegen rechts. Man wolle Antworten auf die großen Herausforderungen der Insel bieten, erklärte González.

Kampf gegen Hass und für die Identität

Cursach nannte das Bündnis eine „unerlässliche Antwort“ auf das Vordringen der extremen Rechten und die Normalisierung von Hassreden. MÉS bringe eine feministische und souveränistische Perspektive ein, so die Politikerin. Die eigene Kultur, Gleichstellung und eine faire Finanzierung für die Balearen stehen für sie im Fokus.

Emma Holm von Sumar begrüßte die gemeinsame Kandidatur. Man wolle erkämpfte Rechte verteidigen und gemeinsame Aufgaben der Inseln angehen, so Holm. Sie verwies auf die Wohnungspolitik, den Erhalt öffentlicher Dienste und die Insularität als wichtiges Entscheidungskriterium. Das Bündnis ruft die progressive Wählerschaft zur Mobilisierung auf. Wie europapress berichtet, will man sich für Soziales, Nachhaltigkeit und die Identität Mallorcas starkmachen.


Quelle: europapress.es

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