Spanien ächzt unter der Hitzeglocke

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Córdoba

Spanien ächzt unter der Hitzeglocke

von Sabine Keller

Wenn der Sommer zur Qual wird

Wenn selbst die Canícula, die angeblich heißeste Phase des Jahres, zu Ende geht, sollte man aufatmen. Tut man nicht. Denn das Wetter legt in Spanien noch einmal nach: Bis zu 43 Grad werden erwartet, und die Nächte sollen in weiten Landstrichen nicht mehr unter 25 Grad abkühlen. Wie das Wetterportal Meteored am Montag mitteilte, sorgt ein kräftiges Hochdruckgebiet dafür, dass eine extrem warme Luftmasse über der Halbinsel hängen bleibt. Schon am Mittwoch aktiviert die staatliche Wetteragentur AEMET in 13 autonomen Gemeinschaften Hitzewarnungen – die orangen Alarme gelten für Teile von Andalusien, Aragonien, Kastilien-La Mancha, Extremadura, Navarra und der Rioja.

Das sind nicht einfach nur Zahlen. Am Donnerstag, dem Höhepunkt, werden im Tal des Guadalquivir 43 Grad erwartet, im Ebrotal immerhin noch 41. In Córdoba, Jaén, Sevilla, Ciudad Real, Toledo, Badajoz und Cáceres klettert das Thermometer auf 40 Grad oder darüber. Und die Tropennächte sind längst keine Seltenheit mehr: Barcelona bleibt bei mindestens 24 Grad, Valencia, Alicante, Murcia, Málaga, Almería und Mallorca kommen auf 25 Grad. Am Freitag sinken die Temperaturen im Norden und Westen etwas, doch der Osten bleibt im Griff der Hitze, und aus der Sahara zieht Staub heran, der die Luft zusätzlich belastet.

Vom Wetterphänomen zur Klimakrise

Wer jetzt noch beschwichtigt, das sei eben ein heißer Sommer, verkennt die Lage. Diese Hitzewelle ist kein Betriebsunfall des Wetters, sondern ein Symptom eines aus dem Takt geratenen Klimas. Die Warnungen von Meteored und AEMET sind wichtig, aber sie sind kein Schutzschild. Sie sind ein Alarmsignal, das uns sagt: Wir müssen aufhören, Hitze als Normalität zu behandeln, und endlich handeln, bevor der Sommer zur Dauerbelastung wird – für die Gesundheit, für die Landwirtschaft, für unser aller Leben.

Quellen: Meteored, AEMET


Quelle: 20minutos.es