Sechs Kontaktpersonen nach Hantavirus-Fall überwacht

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Spanien

Sechs Kontaktpersonen nach Hantavirus-Fall überwacht

von Clara Weber

Sechs Kontaktpersonen nach Hantavirus-Fall überwacht

Nachdem bei einem französisch-argentinischen Touristen in Frankreich eine Infektion mit dem Hant-Virus diagnostiziert worden war, haben die spanischen Behörden erweiterte Überwachungsmaßnahmen eingeleitet. Wie das Gesundheitsministerium in Madrid mitteilte, stehen mittlerweile sechs Kontaktpersonen unter Beobachtung.

Nach Angaben der zuständige Gesundheitsbehörde sind alle betroffenen Personen derzeit ohne Symptome und befinden sich in häuslicher Quarantäne. Drei von ihnen waren in Frankreich im selben Haushalt wie der erkrankte Mann untergebracht und dort als sogenannte enge Kontaktpersonen kategorisiert worden. In Spanien wurden zudem zwei weitere Personen überwacht, die denselben Flieger von Santiago de Chile nach Madrid genommen haben.

Die gesundheitspolizeilichen Maßnahmen stützen sich auf die geltenden Protokolle zur Entdeckung des Erregers. Das positive Testergebnis des Reisens hatte in Südeuropa für Schlagzeilen gesorgt, insbesondere da es sich hier um eine spezielle, möglicherweise schwerwiegende Virusvarianten handelt. Allerdings ist die Übertragung normalerweise nur bei engem Kontakt möglich, da sie über Tröpfcheninfektionen oder Schmierinfektion erfolgt, was zu dem aktuell erhöhten Risikobewusstsein beigetragen hat. Ebenfalls bestätigt wurde, dass mehrere Kontaktpersonen aus dem Gesundheitswesen ins Krankenhaus kamen, nachdem sie sich mit dem Virus angesteckt hatten.

Wie das gallische Blatt "Le Figaro" berichtet, wären die jüngsten Fälle im Wesentlichen auf Reiserückkehrer nach einem privaten Ereignis in die Hauptstadtregion von Chile zurückzuführen. Trotz der aktuell sehr geringen Fallzahlen und keiner bestätigten Übertragung innerhalb Spaniens bleiben die Spezialisten der Gesundheitsbehörden vorsichtig. Sie bezeichnen das Risiko für die Allgemeinbevölkerung derzeit als "extrem niedrig", da es in Spanien weder Reservoire noch bekannte Zirkulation des Erregers gebe.


Quelle: 20minutos.es