
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Schusswechsel in Terrassa: Zwei Beamte verletzt
Nächtlicher Einsatz eskaliert
Bei einem polizeilichen Einsatz in der katalanischen Stadt Terrassa ist es in der Nacht zum Freitag zu einem Schusswechsel gekommen. Zwei Beamte der Guardia Civil wurden dabei verletzt, schweben nach offiziellen Angaben jedoch nicht in Lebensgefahr. Die Beamten befinden sich derzeit in medizinischer Behandlung, einer von ihnen erlitt mehrere Schusswunden.
Verdächtiges Fahrzeug an der Autobahn
Der Vorfall nahm seinen Ausgang an der Anschlussstelle zur Autobahn AP-7. Die Beamten waren dort auf einen Wagen aufmerksam geworden, der ihnen verdächtig vorkam. Als sie das Fahrzeug kontrollieren und die Insassen identifizieren wollten, ergriffen diese die Flucht. Dabei versuchten sie offenbar, die Ordnungshüter zu überfahren.
Nach ersten Erkenntnissen konnten die Ermittler das flüchtige Fahrzeug wenig später im Stadtteil Can Parellada von Terrassa lokalisieren. Gegen 22:30 Uhr wurden die Beamten dort von den Insassen entdeckt, die sofort das Feuer auf die Polizeistreife eröffneten. Die Einsatzkräfte erwiderten den Beschuss nach Behördenangaben mit ihren Dienstwaffen.
Verletzte Beamte, intensive Fahndung
In dem Feuergefecht wurden die beiden Beamten getroffen. Einer der Männer erlitt vier Projektil-Treffer, sein Kollege wurde von einer Kugel getroffen. Wie die Guardia Civil weiter mitteilte, setzte einer der Verletzten noch selbst einen Notruf ab, um Hilfe zu holen. Beide Beamten wurden mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser gebracht – einer ins Parc Taulí in Sabadell, der andere in die Mútua de Terrassa.
Trotz der Schwere der Verletzungen konnten die Ärzte nach Angaben der Behörden in beiden Fällen Entwarnung geben. Die Hintergründe der Tat und die Identität der flüchtigen Täter sind derzeit noch unklar. Die Polizei hat eine großangelegte Fahndung eingeleitet. Erste Spuren deuten auf eine mögliche Verbindung zu einer Straftat hin, wie die Ermittlungsbehörden bestätigten.
Die Region Katalonien reagierte bestürzt auf den Vorfall. Die politischen Vertreter verurteilten die Gewalt gegen die Einsatzkräfte und sprachen den verletzten Beamten ihre Solidarität aus. Die Ermittlungen zu dem Fall dauern an, wie es in einer offiziellen Stellungnahme der Guardia Civil heißt. Zeugen, die Hinweise auf den Vorfall oder die Flüchtigen geben können, werden gebeten, sich zu melden.
Quelle: europapress.es