
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Neuer Delegierter verspricht bürgernahe Politik
Ein Amt mit Verpflichtung
Roger Llanes ist offiziell als neuer Regierungsdelegierter in der Valencianischen Gemeinschaft vereidigt worden. Bei der Zeremonie am Montag in Valencia betonte er, dass Politik nur dann einen Sinn ergebe, wenn sie konkrete Probleme der Menschen löse. Er wolle sich dafür einsetzen, dass die Verwaltung nahbar und effektiv bleibe – als Grundpfeiler für den Erhalt der Lebensweise in der Region.
Zu den Gästen des Festakts zählten mehrere Mitglieder der spanischen Zentralregierung, darunter Wissenschaftsministerin Diana Morant, Haushaltsminister Arcadi España sowie Landwirtschaftsminister Luis Planas. Llanes dankte ihnen ausdrücklich für das entgegengebrachte Vertrauen und hob die enge Zusammenarbeit mit der Ministerriege hervor. Besonders lobte er die Arbeit seiner Vorgängerin Pilar Bernabé, die die Behörde in einer Phase außergewöhnlicher Herausforderungen geführt habe.
Lehren aus der Flutkatastrophe
Ein zentraler Punkt seiner Antrittsrede war die Erinnerung an die verheerenden Überschwemmungen vor zwei Jahren. Llanes betonte, dass der Staat damals von der ersten Minute an präsent gewesen sei. Der Wiederaufbau sei jedoch noch lange nicht abgeschlossen. Man werde nicht ruhen, bis alle betroffenen Regionen ihre frühere Stärke und ihren Stolz zurückgewonnen hätten, so der neue Delegierte.
Gerade diese Erfahrung zeige, wie wichtig eine ständige und effektive Präsenz der Staatsverwaltung vor Ort sei. Die Delegation dürfe keine abstrakte Institution sein, die aus der Ferne regiere, sondern müsse die Verbindung zwischen der Regierung in Madrid und dem Alltag der Valencianer herstellen.
Dialog statt Konfrontation
Llanes kündigte an, den Gesprächsfaden mit der Regionalregierung und den Kommunen nicht abreißen zu lassen. Er setze auf eine saubere und anspruchsvolle Koordination ohne Grabenkämpfe – das alleinige Ziel sei das Gemeinwohl. Zugleich verwies er auf die starke Vertretung der Region in Madrid durch die Minister Morant und España. Die Delegation solle als aktiver Motor dafür sorgen, dass wirtschaftlicher und sozialer Wandel gerecht vonstattengehe und niemand zurückgelassen werde.
Für ihn sei der Amtswechsel kein bloßer Verwaltungsakt, sondern der Antrieb für ein Fortschrittsprojekt, das an das Potenzial der Valencianischen Gemeinschaft glaube. Gleichzeitig rief er dazu auf, die demokratischen Errungenschaften zu verteidigen und für die Sicherheit der Bürger zu sorgen.
Abschied mit Dank
Pilar Bernabé, die das Amt viereinhalb Jahre innehatte, nutzte die Gelegenheit für einen emotionalen Rückblick. Die Zeit an der Spitze der Delegation bezeichnete sie als Schule des Lebens. Sie habe gelernt, was öffentlicher Dienst bedeute – insbesondere in Krisenmomenten. An ihre Nachfolge gerichtet sagte sie, Llanes müsse nichts Neues lernen, sondern könne seine Fähigkeiten täglich verbessern.
Diana Morant würdigte Bernabés Einsatz als Symbol guter Politik. Wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, endete die Zeremonie mit dem Appell, dass alle Institutionen in schwierigen Zeiten Verantwortung übernehmen und den Bürgern Sicherheit geben müssten.
Quelle: europapress.es