
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Montero erbt schwieriges Erbe für den PSOE
Stimmenplus, aber Mandatsverlust für andalusische Sozialisten
Die Bilanz von María Jesús Montero nach der andalusischen Parlamentswahl fällt zwiespältig aus. Die Spitzenkandidatin und Generalsekretärin des PSOE in Andalusien verzeichnete zwar einen Zuwachs von etwa 55.000 Wählern im Vergleich zur Wahl 2022, wie aus den vorläufigen Ergebnissen hervorgeht. Dennoch muss ihre Partei mit einem Mandatsverlust von zwei Sitzen leben und fällt damit auf 28 Abgeordnete. Zudem sackte der Stimmenanteil der Sozialisten von 24,04 auf 22,72 Prozent ab.
„Es sind keine guten Ergebnisse“, räumte Montero in einer knapp zehnminütigen Erklärung vor Journalisten in Sevilla ein. Sie zeigte sich von der Botschaft der Wähler nicht überrascht: „Wir nehmen zur Kenntnis.“ Für die Sozialdemokraten, die stets mit dem Anspruch anträten, zu gewinnen, sei das Ergebnis jedoch nicht zufriedenstellend. Die verlorenen Mandate entfielen auf die Wahlkreise Granada und Huelva.
Bühne der Ernüchterung im historischen Wahl-Hotel
Die Szenerie der Wahlnacht hatte für den PSOE eine besondere Symbolik. Montero verfolgte die Ergebnisse im selben Hotel in Sevilla, in dem vor zwei Jahren die liberale Partei Ciudadanos ihren dramatischen Absturz von 21 Sitzen erlebte. Wie verschiedene Medien berichteten, wurde sie bei ihrem Auftritt von einer Reihe prominenter Genossen flankiert, darunter ihr Vorgänger Juan Espadas und die ehemalige Regionalpräsidentin Susana Díaz.
Vor einem grünen Banner mit der Aufschrift „Verteidige den öffentlichen Sektor“ versuchte Montero, trotz der Rückschläge Zuversicht zu verbreiten. Sie kündigte eine „ernsthafte und verantwortungsvolle“ Oppositionsarbeit an, die sich auf Kernbereiche wie Gesundheitsversorgung, Pflege und das Recht auf Wohnen konzentrieren werde. „Man wird uns weiterhin vorfinden“, versprach sie mit Blick auf die künftige Arbeit im alten „Hospital de las Cinze Llagas“, dem Sitz des Regionalparlaments.
Strategische Herausforderung: Die reale Alternative bleiben
Obwohl die regierende Volkspartei (PP) unter Amtsinhaber Juanma Moreno ihre absolute Mehrheit verlor und fünf Sitze einbüßte, sieht Montero den zentralen Auftrag für ihre Partei in der Profilierung als einzige wählbare Gegenkraft. „Die einzig echte Alternative zu den Rechten ist unsere Partei“, betonte sie und forderte ihre Parteimitglieder auf, „weiter zu lernen“.
Über ihre persönliche politische Zukunft als Oppositionsführerin im andalusischen Parlament äußerte sie sich nicht direkt. Stattdessen verwies sie auf die kollektive Arbeit und kündigte an, die zuständigen Parteigremien einzuberufen, um die Ergebnisse aufzuarbeiten. Die Aufgabe, so Montero, werde von der gesamten parlamentarischen Gruppe weitergeführt werden müssen.
Quellen: Eigene Recherchen basierend auf offiziellen Wahlergebnissen und Berichten aus dem Lager des PSOE.
Quelle: malagahoy.es